Bloglust oder Blogfrust? [Blogparade]

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Regelmäßig zu bloggen ist gar nicht einfach. Ob Kundentermine, fehlende Themen oder „Aufschieberitis“ – vieles kann dazwischen kommen, wenn Sie eigentlich einen neuen Beitrag schreiben wollen. Was aber tun, wenn die Motivation oder die Ideen fehlen? Welche Strategien helfen können, lesen Sie heute.

Diesen Artikel wollte ich eigentlich schon vorletzte Woche schreiben. Da kam aber die Steuererklärung dazwischen. Letzte Woche dann dringende Termine mit Kunden, und das Wetter lockte auch. Und dann muss der Schreibtisch aufgeräumt werden, Rechnungen sollen geschrieben und ein paar Anfragen gestellt werden.

Kommt Ihnen bekannt vor? Wahrscheinlich geht es den meisten so. Gute Vorsätze zu fassen ist ja auch einfacher als sie wirklich umzusetzen. Dabei spielt für die Nutzung der sozialen Medien, wozu auch das Blogschreiben gehört, Regelmäßigkeit eine große Rolle.

Nicht zu verwechseln übrigens mit „so oft wie möglich“. Ihre Leser möchten nicht mit Informationen überschwemmt werden. Wenn Sie nur alle drei Monate von sich hören lassen, werden sie sich allerdings fragen, ob es Sie noch gibt. 

Planung oder Spontaneität?

Zum Glück sind alle Menschen anders. Den einen hilft ein fester Redaktionsplan, um kontinuierlich Artikel zu veröffentlichen: In einer Tabelle halten Sie fest, an welchem Tag welches Thema dran ist. Auf diese Weise kann beispielsweise ein kompletter Zeitraum vorgeplant werden.

Hilfreich ist dies, wenn Sie über verschiedene Themen bloggen und diese möglichst regelmäßig über den Monat verteilen möchten. Montags also über ein technisches Thema, mittwochs berichten Sie über die Firma und freitags über neue Produkte. Das funktioniert auch für private Blogs: Do-it-yourself-Themen (DIY), Kochrezepte oder die Vorstellung neuer Musiktitel haben so einen festen Platz in der Woche oder im Monat.

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Wie gesagt, den einen hilft diese feste Ordnung und schubst sie an, sich wieder vor die Tastatur zu klemmen. Andere werden dadurch erst nervös und schreiben lieber intuitiv. Kommt ihnen ein Thema in den Kopf, bewegen und formulieren sie es in Gedanken oder verschriftlichen es gleich.

Beide Methoden sind effektiv und sorgen im besten Fall dafür, dass Ihr Blog mit interessanten Artikeln gefüllt wird. Und keine ist besser als die andere, sondern die Art und Weise typenabhängig. Sie wissen sicher, zu welcher Methode Sie tendieren?

Bloggerfrust und Ideenlosigkeit

Was aber tun Sie, wenn Sie die Unlust befällt? Wenn Sie zwar Themen in der Schublade lagern, diese aber nicht aufschreiben mögen – oder umgekehrt keine Einfälle für Artikel haben, obwohl Sie Lust zum Schreiben hätten? Hier spreche ich explizit nicht von zeitlichen Problemen oder dem bloßen Aufschieben von Deadlines. Sondern von dem Gefühl, im Kopf blockiert zu sein.

Viele, die schon länger bloggen, fühlen sich verpflichtet, ihren Lesern etwas „bieten zu müssen“. Gerade „Hobbyblogger“ schreiben oft nach Feierabend und sind dann erst recht kaputt. Verständlich, dass sie auch mal eine Pause brauchen.

Für Firmenblogs stellt sich die Sache etwas anders dar: Publizieren Sie Blogartikel, so gehört dies zur Unternehmenskommunikation und zur Arbeit an sich. Aber die muss eben auch erledigt werden, wenn Sie gerade nicht wissen, welche Themen denn diese Woche interessant für Ihre Kunden oder Geschäftspartner wären.

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Strategiefindung und Motivation

  • Überlisten Sie sich. Schreiben Sie an guten Tagen, an denen die Artikel nur so aus den Fingern fließen, weitere Texte vor. Entweder als Entwürfe, um sie später auszubauen und so einen Vorrat anzulegen. Oder schon fertige Artikel, damit Sie ideenlosen Tagen eine Sammlung haben, auf die sie zurückgreifen können.
  • Legen Sie eine Schatzkiste an. In Form von ausgerissenen Artikeln, die ein gutes Blogthema darstellen, Stichworten oder Notizen aus Gesprächen. Oder stellen Sie eine Bildersammlung zusammen: virtuell (zum Beispiel auf Pinterest) oder mit ausgeschnittenen Zeitschriftenseiten. Jeder Mensch reagiert auf unterschiedliche Reize – finden Sie heraus, worauf Sie mehr anspringen!
  • Laden Sie Gastblogger ein. Freunde, Angestellte oder Geschäftspartner: Warum sollen nicht auch einmal die anderen schreiben? Als Verantwortlicher steht es Ihnen natürlich zu, den Artikel zum Schluss freizugeben. So erhalten Ihre Leser einmal einen anderen Blick auf Ihr Unternehmen. Und die eingeladenen Schreiber fühlen sich im besten Fall geehrt, für Sie veröffentlichen zu dürfen.
  • Wenn alles nichts hilft: Bleiben Sie gelassen. Mit Druck und Zwang hat noch keiner einen guten Artikel geschrieben. Vielleicht tut es einmal ganz gut, die Abstände zwischen den Veröffentlichungen zu vergrößern oder sogar eine Pause einzulegen. Den Kopf wieder frei zu bekommen, ist jetzt wichtig.

Für mehr Bloglust! Die Blogparade

Die Idee zu diesem Artikel entstand bei mir auf dem BLOGST-BarCamp, einer Art Konferenz von lauter (privaten) Bloggern in Hamburg. In einer erstaunlich großen Runde sprachen wir darüber, was bei akuter Unlust oder Themenfindungsschwierigkeiten zu tun sei. Daraufhin rief ich letzte Woche eine Blogparade ins Leben.

Wenn Sie also das Thema kennen oder Ideen dazu haben, seien Sie doch dabei! Jede/r kann mitmachen, egal ob erfahrener Blogger oder Neuling, ob auf einem privaten Blog oder einem Unternehmensblog, denn Motivation spielt für uns alle eine Rolle.

Verlinken Sie Ihre Veröffentlichungen anschließend zu diesem Artikel hier, damit ich sie sammeln kann. Falls Sie in den sozialen Netzwerken dafür trommeln, nutzen Sie doch bitte den Hashtag #bloglust.

Ich freue mich auf Ihre Einfälle, Ideen und Erfahrungen und  bin gespannt, was dabei zusammen kommt!

 

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.