Das Facebook Camp 2014 in Hamburg

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Nervennahrung von Adecco

Das fbcamp, ein Barcamp mit dem Schwerpunkt Facebook, fand am 14. und 15. März 2014 in Hamburg in der City Nord statt. Die Teilnehmer reisten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an, um gemeinsam über Werbung und Anzeigen, Reichweitenoptimierung oder Handhabung des neuen Facebook-Layoutes zu diskutieren.

Das „Basecamp“ lag dabei im Attraktor: Hier war der Loungebereich, wo wir essen und Netzwerken konnten. Die einzelnen Sessions galt es dann in den nahen Räumen der Heinze – Technische Fachschule zu besuchen. 

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Blick aus der Fachschule auf die City Nord

Wie bei jedem Barcamp stellten sich die Teilnehmenden zuerst in großer Runde mit drei Schlagworten vor, danach wurden die Sessions geplant. Ein paar Eindrücke meiner Highlights:

Zuerst entschied ich mich für das Thema „LSD – Was sind gute Posts?“ mit @st_eyl von fanpagekarma. Spannend war, sich (wieder / noch einmal) die Frage ins Gedächtnis zu holen, was die Menschen auf Facebook wollen. Warum klicken sie morgens Facebook an? Dies gilt natürlich ebenso für meine Fanpage: Was wollen und erwarten Besucher dort? Wahrscheinlich möchte der Besucher nicht wissen, ob sich irgendwelche AGBs geändert haben. Sondern er schaut auf Facebook herein, weil ihm langweilig ist oder er Nachrichten austauscht mit Freunden. Was ist also mein Like-Versprechen, was biete ich? Die Grundformel dafür: LSD! Das heißt übrigens „Lachen, Sparen oder Dazulernen“! Eins davon sollte ein Post von mir auslösen.

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Einhorn-Freundebücher von Fanpagekarma!

„Service wird immer noch viel zu sehr unterschätzt“, sagte @paulbaum von Rossmann im nächsten Vortrag und berichtete von seinem Alltag in einem großen Unternehmen. Meine Kunden sollte ich deshalb (natürlich) auch wie Kunden behandeln.

Im ersten Vortrag am zweiten Barcamp-Tag sprach @heiko von und über Facebook zu uns. Bewusst machen sollten wir uns v.a., dass die Nutzung mobiler Geräte inzwischen deutlich überwiegt. Fanpageoptimierung sollte sich daher an mobilen Geräten orientieren. Die Empfehlung für Bildergrößen auf Facebook aktuell: 1200 x 1200 Pixel oder höher.

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Heiko Hebig von Facebook

Außerdem: es geht auf Facebook immer um Menschen! Entsprechend sollte jeder auch daran denken, so zu agieren, wie es für seine Zielgruppe am günstigsten erscheint und nicht nach vermeintlichen „Richtlinien“ (die besten Uhrzeiten zum Posten, Länge von Posts, immer mit Bild,…). Als Heiko sagte: „Bei Facebook gibt es keinen Edgerank„, hielten die meisten Zuhörer erst einmal die Luft an. „Sondern Engagement!“, ergänzte er. Und dies wird täglich verbessert.

„We want to make money to run Facebook“

Facebook schraubt viel (wie wir gerade an der Einführung des neuen Layouts merken!) und nimmt auch mal Änderungen zurück, wenn diese nicht gut ankamen. Daher besteht nichts für immer, und auch „Vorgaben“ von vor zwei Jahren können heute deswegen komplett irrelevant sein. Heiko zitierte Mark Zuckerberg: „We don’t want Facebook to make money. We want to make money to run Facebook.“

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Der Inhalt der tollen Goodiebags von Rossmann

Ob Facebook in naher Zukunft stirbt und wie Teenager es nutzen, wurde dementsprechend auch heiß im Vortrag von @David_Philippe über Instagram diskutiert. „Typische Instagramnutzer sind halb so alt wie wir und gehen zu Youtuber-Autogramstunden“Diese Aussage überraschte uns Teilnehmer eher – in meinen Kontakten gilt das nicht, vielleicht aber für die Mehrheit auf Instagram. Privatsphäre im Netz scheint deutschen Teenagern egal zu sein. Viel wichtiger für sie ist: „Sehe ich auf Bildern gut aus?“ 

Fazit am Ende des zweiten Tages: Das fbcamp war klasse, ich nehme viele wichtige Punkte für meinen Arbeitsalltag mit und freue mich über alte und neue Netzwerkkontakte! Ein spezielles Danke auch an @silke_s und @crasch für die Organisation sowie alle Sponsoren!

 

 

 

 

Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.