Den eigenen Blick schärfen: Eine Reise nach Samos

Samos | schokofisch.de

Heute ein persönlicher Einblick: Letzte Woche erwähnte ich, dass schokofisch ein paar Tage pausiert würde – ein Urlaub stand an! Eine Woche auf Samos, der griechischen Insel vor der türkischen Küste. Steile Berge und blaues Meer, Mittelmeerküche und den Blick schweifen lassen. Erholung? Klar! Etwas für die Seele – und ein bisschen Arbeit…

Wer arbeitet, braucht Kreativpausen zum Aufladen der inneren Akkus und um den Kopf wieder frei zu bekommen. Auch wenn man es zuhause nicht merkt, wie wichtig solche Pausen sind: Sitzt man dann plötzlich am Strand in der Ägäis, braucht der Kopf eine Weile, bis er ebenfalls dort ist.

Nach Samos kam ich „zufällig“, jedenfalls war es keine Insel, die sowieso immer auf meiner Urlaubsliste stand. (Im Nachhinein übrigens sehr schade und auf alle Fälle wert, auf dieser Liste zu stehen!) 

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Sondern das kam so: Friederike Matheis lernte ich bei einem persönlichen Coaching vor einigen Jahren kennen. Im Zuge ihrer Arbeit bietet sie auch Coachingreisen an. Sowohl für Menschen, die Burn-out-Prävention betreiben möchten, als auch für „noch nicht akut Gefährdete“. Wobei jede bewusste Gegensteuerung ja gut ist! Auf diese Weise wusste ich von Samos und dem Angebot, dort auch bei einem Auffrischungscoaching Urlaub und persönliche Arbeit zu verbinden.

Drei Tage Seminar, drei Tage zur freien Verfügung: Was würde mich erwarten, und könnte ich mich innerhalb einer Woche auf so viel einlassen und mich trotzdem erholen? Es klang herausfordernd…

Hohe Temperaturen und ungewohnte Umgebung

Auf Samos angekommen, stellte die Wärme erst einmal die größte Herausforderung dar. Meine übliche Wohlfühltemperatur liegt deutlich unter den durchschnittlichen 30°C, die das Thermometer in dieser Woche anzeigte. Sonne, Strand, Wellenklang? Mein Kopf brauchte fast zwei Tage, bis er das als real ansah. Erst dann war ich wirklich angekommen.

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Aber schon am ersten Tag ging das Seminar in der Kleingruppe los. Sechs Teilnehmende und zwei Coaches, das war eine gute Verteilung. Und erfreulicherweise war es auch eine wirklich tolle Gruppe, die innerhalb kurzer Zeit über persönliche Angelegenheiten sehr vertrauensvoll sprechen konnte. Diskussionen, theoretischer Input und Übungen wechselten sich ab, auch kreative Aktionen fehlten nicht. Aber natürlich machten wir bewusste Pausen und kehrten in kleinen Dorftavernen ein, um Mittag zu essen und uns zu entspannen.

Ich will gar nicht so sehr in die Tiefe gehen, was die Inhalte angeht. Wichtig und hilfreich empfand ich die Mischung. Und auch die Möglichkeit zu Einzelgesprächen und zur Entspannung. Den Blick einfach nur schweifen lassen und kilometerweit über das Wasser zu schauen. Oder zum Abschluss des Tages noch im Meer zu baden… herrlich!

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Was hat’s gebracht?

Außer sehr vielen Bildern im Kopf und tollen Eindrücken auch eine Menge Erkenntnisse. Und konkrete Vorhaben. Ich möchte mich beispielsweise in der nächsten Zeit mehr um das Thema Sport kümmern: Einen Plan aufstellen, wann ich Yoga mache oder wo ich trainieren oder schwimmen gehen kann. Was wie in meinen Arbeitsalltag passt, ohne mich zu blockieren.

Außerdem will ich einen Vormittag pro Woche reflektieren: Was war, was kommt, wo will ich hin. Mir bewusst Zeit nehmen, an bestimmten Fragen zu arbeiten.

Einige Gedankenanstöße möchte ich Ihnen weitergeben:

  • Machen Sie sich bewusst, dass Sie Pausen brauchen. Nehmen Sie sich täglich Zeit, um den Kopf frei zu kriegen, aber (und dies gilt gerade auch für Selbstständige!) planen Sie auch einen Jahresurlaub ein. Es muss gar nicht möglichst weit weg gehen: Auch ein Wochenende an der Nordsee kann für jemanden aus Hamburg ein Erlebnis sein!
  • Beschäftigen Sie sich mit sich selbst. Persönlichkeitsentwicklung oder Verabredung mit dem eigenen Ich: Es müssen gar nicht immer die großen Fragen sein. Vielleicht haben Sie ja auch einen Ratgeber, den Sie immer schon lesen wollten?
  • Den Ausgleich finden: Neben der eigenen Weiterentwicklung sollten Sie auch die Bereiche Arbeit, Familie und Freunde sowie die Gesundheit betrachten. Sind alle im Lot? Welchen Bereich vernachlässigen Sie vielleicht – und warum?

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Genug Fragen und Anstöße, oder?

Fand ich auch. Ich bin jedenfalls sehr motiviert von Samos zurückgekehrt. Allerdings brauchte mein Herz auch für die Rückreise einige Zeit länger als mein Körper. Morgens noch am Strand zu frühstücken und nur wenige Stunden später in der Hamburger S-Bahn zu sitzen, das war seltsam. Die Bilder im Kopf nehmen daher noch sehr viel Raum ein. Aber das ist ja auch gut…

 

Link: Friederike Matheis bietet zusammen mit Ruth Geiger Seminare auf Samos, aber auch in Hamburg oder Berlin an. http://www.pro-viel-seminare.de

 

2 Kommentare

  1. hallo inga!
    danke für deinen kommentar und den hinweis auf diesen artikel hier. sehr, sehr spannend! vielleicht sollte ich mir sowas auch mal gönnen. die idee finde ich sehr gut!
    herzliche grüße
    die frau s.

  2. Pingback: Sommer, oder plötzlich Herbst?! Zeit zum Planen! | schokofisch

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