Erfolgreich bloggen!

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Bloggen Sie auch schon? Wenn ja, sind Sie in guter Gesellschaft! Aber wie wird man damit erfolgreich – und was wiederum bedeutet das eigentlich? – Ein Artikel, der durch die Anregung von schokofisch-Lesern entstand:

Blogs existieren inzwischen wie Sand am Meer. Im Internet tummeln sich private Blogs über das eigene Hobby, Kochrezepte oder Häkelideen genauso wie „Corporate Blogs“, also Unternehmensblogs. Dort lesen Sie Neuigkeiten und Branchentipps oder -nachrichten.

schokofisch.deWer anfängt zu bloggen, hat meistens bereits eine Idee, worum es im eigenen Blog gehen soll. Viele geraten aber während des Schreibens an einen Punkt, wo es stockt:

  • Zeitliche Herausforderungen führen zu unregelmäßigem Schreiben, immer seltener erscheinen neue Artikel
  • Inhaltliche Fragen tauchen auf: Worüber will ich eigentlich berichten?
  • Sind meine Themen überhaupt interessant für meine Leser?
  • Und: Wer sind meine Leser? Oder: woher bekomme ich neue Leser?

Um diesen Anfechtungen zu begegnen, sind Strategien sinnvoll. Einige stelle ich Ihnen vor:

 

1. Ziele setzen

schokofisch | Social Media, Wort & WebKlingt gut? Ist es auch – sich mit seinen (persönlichen oder beruflichen) Zielen auseinanderzusetzen, kann allerdings auch eine umfangreiche Aufgabe sein.

Die gute Nachricht: Wenige setzen sich hin, schreiben fünf Ziele auf und stehen zufrieden wieder auf. Meistens brauchen wir Tage, Wochen oder Monate, um uns wirklich relevante Meilensteine zu überlegen.

Natürlich wissen Sie grundsätzlich, was Sie wollen. Aber ein Ziel sollte nicht nur heißen: „Ich will öfter bloggen“ oder “ Mein Blog handelt vom Briefmarkensammeln“.

Sondern Ziele sollten smart sein. „Smart“? Ja, denn hinter diesem Wort verbirgt sich eine Formel, um die Ziele nachvollziehbar zu definieren:

  • spezifisch
  • messbar
  • akzeptiert
  • realistisch
  • terminiert

Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben. Wenn Ihre Ziele diese Kriterien erfüllen, sind Sie also auf dem richtigen Weg!

 

2. Zielgruppe festlegen

Wer liest denn eigentlich Ihren Blog? Freunde, Nachbarn, Bekannte, Firmenkunden oder (nur) die Mitarbeiter? Und: Wer soll ihn lesen? Das können durchaus zwei Seiten einer Medaille sein!

Daher: Überlegen Sie beim Schreiben, wen Sie sich als Leser vorstellen. Vielleicht denken Sie sich auch Ihren idealen Leser aus? Geben Sie ihm einen Namen, ein paar Hobbies, Interessen und Vorlieben. Was ist seine Motivation, gerade Ihren Blog zu lesen? Mit dieser Vorstellung im Kopf schreiben Sie anschließend viel zielgerichteter Blogartikel.

Auf diese Weise finden Sie nicht nur einiges über Ihre Leser heraus, sondern vielleicht auch gleich über Ihren eigenen Antrieb. Abonniert Ihr Wunschleser beispielsweise Ihren Blog, weil er Hilfestellung zu einem bestimmten Thema erwartet, sind Sie wahrscheinlich jemand, der gerne Wissen weiter gibt und andere anleitet.

 

3. Alles oder nichts?

Haben Sie die Erwartungen Ihrer Leserschaft entdeckt, fällt es viel leichter, sich über das eigene Blog-Thema klar zu werden. Allrounder bloggen eher in Form von Nachrichten, geben Überblicke, nehmen Trends auf. Spezialisten gehen ins Detail, verlieren sich in Kleinigkeiten und begeistern ihre Leser so mit großem Fachwissen.

Sie liegen dazwischen? Auch gut. Bloggen soll schließlich auch Spaß machen!

Aber achten Sie auf folgende Punkte:

  • Über welche Themen schreiben Sie besonders gerne?
  • Worauf freuen Sie sich, und was ist Pflicht?
  • Was lesen Ihre Leser am meisten? Achten Sie hier auf Statistiken und Zugriffszahlen, aber auch auf Kommentare: Bei welchem Thema ist am meisten los?

Nun gilt es, die richtigen Konsequenzen zu ziehen – anhand Ihrer definierten Ziele können Sie das ja! Also: Trotz der guten Zahl an Kommentaren und viel Echo eine Rubrik einstellen, weil Ihr Herz nicht dran hängt? Wenn Ihr Ziel ist, sich selbst zu verwirklichen und Spaß am Schreiben zu haben: warum nicht. Wenn Sie eher an Traffic und hohen Klickraten interessiert sind, sollten Sie daran jedoch festhalten.

Sie sehen, nichts ist allgemeingültig!

 

4. Was bedeutet „erfolgreich“?

Viele denken bei „Erfolg“ sofort an viel Geld und gute Umsatzzahlen. An den eben aufgeführten Punkten sehen Sie jedoch: Erfolgreich zu sein, ist völlig individuell und hängt an den jeweils eigenen Zielen! Nur Sie selber legen für sich fest, was für Sie Erfolg bedeutet.

 

5. Ein wichtiger Punkt: Motivation

#bloglust | schokofisch.deBloggen erfordert Disziplin, sich zu den Dingen zu „zwingen“, die vermeintlichen Erfolg herbeiführen. Die Lust bleibt dadurch allerdings manchmal auf der Strecke. Trotz gesetzter Zieler und visualisierter Leser.

Was kann helfen, dranzubleiben?

  • Ein Redaktionsplan: Halten Sie im Voraus fest, worüber Sie wann schreiben. Manchen Menschen hilft das sehr, weil sie sich durch einen Termin zum Schreiben „zwingen“. Andere irritiert allerdings auch, sich so weit im Voraus festlegen zu müssen…
  • Schreiben Sie einfach drauf los. Mit dem Schreiben kommen die Ideen und die Lust, wenn sich erst einmal die Buchstaben auf dem Papier oder dem Bildschirm ausbreiten.
  • Verschieben Sie – aber nicht zu weit. Aber vielleicht geht die Arbeit nach einem Spaziergang wirklich besser voran!
  • Tauschen Sie sich aus. Lassen Sie sich von Kollegen oder Freunden inspirieren, lesen Sie gegenseitig Ihgre Artikel quer. Positive Kritik löst oft Kreativität aus!

 

Ruhm, Ehre und Geld garantiert

Werden Sie durch all diese Tipps garantiert erfolgreich? Natürlich liegt es an Ihnen. Aber sich hinzusetzen und sich Gedanken zu machen über bestimmte Punkte hilft. Vielleicht haben Sie ja bereits vor 4 Jahren Ihre Ziele festgelegt? Dann mag es Zeit sein, diese einmal zu überprüfen.

Regelmäßig Zeit einzuplanen, um die eigene Strategie zu planen, kann ich jedenfalls sehr empfehlen! Nur so bleibt der Kopf frei, nur so bleiben Sie kreativ. Und bloggen auf Zwang, das funktioniert nicht.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

 

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.

1 Kommentar

  1. Ich betreibe einen privaten Blog, einen Corporate Blog – und ich bin aktuell sogar damit beschäftigt, ein Portal für Blogger zu bauen.

    Über Punkt 1 und Punkt 2 müssen sich rein privat motivierte Blogger aus meiner Sicht keine Gedanken machen. Diejenigen, die aus Spaß und purer Leidenschaft schreiben, brauchen weder ein Ziel noch eine Zielgruppe. Ich bin davon überzeugt, dass sich beides automatisch fügt, solange die Leidenschaft der Motor ist.

    Bei Corporate Blogs und auch beim den vielen Blogs von Menschen, die monetäre Ziele verfolgen, ist das hingegen etwas anderes. Da müssen natürlich Ziele definiert werden – ohne die es bekanntlich auch keinen Weg gibt…

    Kennst Du eigentlich die „15 Tipps für Blogger mit normal großem Ego“? Ein Beitrag, der schon über 4 Jahre alt ist, aber den ich immer wieder gen mit einem Augenzwinkern weiter empfehle: http://raventhird.de/blog/?p=6264 😉

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