[Glossar] Was ist ein BarCamp?

In Social Media-Kreisen zwar schon bestens bekannt, sind BarCamps für die meisten anderen Menschen eher ein Begriff, bei dem sie den Kopf schütteln. Was es mit diesen auch „Un-Konferenz“ genannten Zusammenkünften auf sich hat, erkläre ich in diesem heutigen Social Media Glossar-Artikel.

Konferenzen kennen Sie: Oft in großen Sälen, diskutieren Experten und Fachleute auf Podien über vielleicht sogar ganz interessante Themen. Mit Glück entwickeln sich unter den Teilnehmenden weiterführende Gespräche oder Sie nehmen Anregungen aus den Vorträgen mit nach Hause.

CarpeDiemCamp 2013Mitmachen ist gefragt!

BarCamps wollen genau hier etwas entgegen setzen: nämlich die aktive Teilnahme. Es gibt weder eine Tagesordnung noch eingeladene Experten. Allerdings ein Oberthema: zum Beispiel „Facebook“ oder (wie gerade in Dortmund:) „Foursquare“. Alle Interessenten melden sich an – und damit verbunden ist die Bereitschaft, sich einzubringen. Ob in einer Arbeitsgruppe, bei der Einlasskontrolle oder dem Küchendienst – jeder macht mit. 

Zuerst stellen die Teilnehmenden sich vor. Name und drei Schlagworte („Hashtags“) reichen meist. Und ja: Das kann bei 300 Teilnehmern eine Weile dauern, wobei es durchaus auch kleinere BarCamps gibt. Danach werden alle, die Lust haben, einen Vortrag oder ein Thema einzubringen eingeladen, ihre Idee vorzustellen. Per Handzeichen stimmen alle ab, ob sich genügend andere finden, die ebenfalls Interesse haben. Diese sogenannten Sessions ergeben danach den weiteren Ablauf.

Das #cdc13 beginnt
Das #cdc13 beginnt

Meist finden Sessions parallel statt, so dass die Teilnehmenden sich entscheiden müssen, wo sie hingehen möchten. Eine Session muss übrigens kein 60-minütiger Vortrag sein, sondern kann auch ein kurzes Statement sein, über das diskutiert wird. Oder ein Erfahrungsaustausch zu einem konkreten Problem, zu einer bestimmten These. Gemeinsame Pausen, ein Mittagessen und eine Abschlussrunde bieten genug Zeit zum Gespräch, so dass viel Möglichkeit zum Kennenlernen und zum Austausch besteht.

Sie waren noch nie bei einem BarCmap und wissen nicht, ob dies das Richtige für Sie wäre? Probieren Sie es einfach! BarCamps sind viel unkomplizierter, als es sich vielleicht anhört, und die Teilnehmenden sind alle aufgeschlossen für neue Besucher. Natürlich müssen Sie nicht sofort eine Session vorschlagen, aber werden sicher begrüßt, wenn Sie es tun. Nur eins klappt nicht: in der Ecke sitzen, zuhören und kein Interesse an Gesprächen zeigen. Aber das haben Sie wahrscheinlich schon vermutet…

Welche BarCamps gibt es?

Eine sehr gute Übersicht über BarCamps im deutschsprachigen Raum gibt es auf der Seite http://www.barcamp-liste.de. Auch bei t3n finden Sie aktuelle BarCamps: http://t3n.de/news/grosser-barcamp-ueberblick-alle-488972/. Es kommen allerdings laufend neue BarCamps dazu. Natürlich werden die termeine auch über die sozialen Medien bekannt gegeben. Tickets sind übrigens gerne schnell ausverkauft…

Auf mein nächstes BarCamp, das fbcamp in Hamburg, freue ich mich schon –  rund um Facebook. Vielleicht sehen wir uns ja?

(Die Bilder in diesem Artikel stammen übrigens vom CarpeDiemCamp 2013 in Hamburg. Meinen Bericht dazu lesen Sie hier.)

Im schokofisch Social-Media-Glossar erkläre ich jede Woche ein relevantes Schlagwort aus der Welt der sozialen Medien. Die weiteren Glossar-Beiträge finden Sie hier.

 

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.