[Glossar] Was ist Facebook?

Facebook – natürlich ist klar, was das ist!

Ist es das, und vor allem: Sollten Sie es nutzen? Welche Gründe für oder gegen Facebook sprechen und was es überhaupt damit auf sich hat, schildere ich im heutigen Social Media Glossar-Artikel. 

Weltweit nutzen über 1,2 Milliarden Menschen das soziale Netzwerk, das Mark Zuckerberg 2004 als College-Netzwerk für Studierende an der Harvard University begründete. Schnell öffnete er Facebook auch für andere Universitäten, 2006 dann auch für alle anderen Interessierten. Die Nutzerzahlen nehmen inzwischen so schnell zu, dass sie im Moment der Veröffentlichung quasi schon wieder veraltet sind.

Facebook: Fanpage

Sind Sie auch auf Facebook aktiv? Denn trotz dieser Schwindel erregenden Zahlen treffe ich immer wieder Kunden oder Geschäftspartner, die Facebook nicht für ihr Unternehmen nutzen. Manche sehen Facebook als Zeitfresser an, andere sehen darin eine Spielerei und wiederum andere wissen gar nicht recht, wie sie es überhaupt sinnvoll anwenden sollten. 

Wie funktioniert Facebook also?

Wir unterscheiden drei verschiedene Möglichkeiten, auf Facebook aktiv zu sein:

Facebook: Persönliches Profil

1. Das (persönliche) Profil ist die Voraussetzung Ihrer Aktivität auf Facebook. Hier agieren Sie privat, können Freundschaftsanfragen stellen oder erhalten und Artikel schreiben. Da nicht jeder auf Ihre Inhalte zugreifen kann, sondern nur Freunde, ist ein Profil besonders für Privatpersonen geeignet.

2. Firmenseiten (= Fanpages) zeichnen sich dadurch aus, dass man sie „liken“ (also gut finden) kann, ohne Rückbestätigung des Anbieters. Sinnvoll ist diese Variante für Unternehmen, aber auch Persönlichkeiten, Stars & Co. Sie können Inhalte posten, andere diese kommentieren, teilen und ihre Meinung abgeben. Es geht darum, Öffentlichkeit herzustellen – aus Unternehmenssicht also um Marketing und Kommunikation. Wenn Sie kein Großkonzern sind, brauchen Fanpages einen Administrator, der die Seite aufsetzt und betreut. Daher ist in diesem Fall ein persönliches Profil die Voraussetzung für eine Fanpage.

3. Gruppen: Als Inhaber eines Profils können Sie Mitglied von Gruppen werden. Dabei unterscheidet Facebook offene, geschlossene und geheime Gruppen. Während die ersten beiden nach außen sichtbar sind, die zweite eine Freischaltung erfordert, sind geheime Gruppen für Nicht-Mitglieder nicht auffindbar und nur auf Einladung zu betreten. Der Vorteil liegt hier im „geschützten“ Raum. Ob Schulklassen, Arbeitsgruppen, Freundeskreise oder Firmennetzerke – in diesen Gruppen wird zu allen möglichen Themen diskutiert und sich austauscht. Hier findet also das wahre Netzwerken statt!

Facebook professionell nutzen

Firmenseiten oder Produkte spielten in der Anfangszeit von Facebook kaum eine Rolle. Das hat sich erheblich verändert: Heutzutage nutzen sehr viele Unternehmen Facebookseiten selbstverständlich als eine von vielen Marketingplattformen, und zurzeit ist dies auch ratsam, da die Reichweite groß ist. Und das trotz der von Facebook durchgeführte Anpassung der Sichtbarkeit von Postings (Stichwort: Facebook Algorithmus), die einige Fragen offen lässt.

Welche Fakten sprechen für Facebook als Mittel in der Unternehmenskommunikation?

  • Der Informationswert: Facebook ist ein Nachrichtenticker. Wie in Feedreadern lesen Sie auf Facebook, was es Neues gibt. Durch das, was geteilt wird, erhalten Sie Brancheninfos aus dem von Ihnen festgelegten Themenbereichen, bekommen Hinweise auf neue Blogartikel von Kollegen und anderen Bloggern, Buchbesprechungen, Veranstaltungshinweise oder Newsletter.
  • Die soziale Kommunikation: Auf Facebook haben Sie die Möglichkeit, direkt mit Ihren Kunden zu sprechen. Wollten Sie schon immer eine Kundenbefragung durchführen? Das  können Sie auf Facebook innerhalb von Minuten: „Gefällt euch unser Produkt in blau besser oder in rot?“ Ihre Fans werden diese Frage nicht nur beantworten, sondern auch zum Anlass nehmen, Ihnen vielleicht auch andere Formen oder Varianten vorzuschlagen. Schnell bekommen Sie ein gutes Bild dessen, was Ihre Kunden über Ihr Produkt denken.
  • Fotos und Videos nehmen inzwischen einen großen Stellenwert ein, nicht zuletzt durch den Kauf des Bilderdienstes Instagram durch Facebook. Das Versenden von Statusmeldungen durch das Teilen von Fotos ebenso wie das Teilen von Bildern, Zeichnungen, Cartoons oder auch Videos nimmt dank immer schnellerer Internetverbindungen und Smartphones extrem zu. Ein Vorteil für Sie, wenn Sie Produkte anbieten oder eine erklärungsbedürftige Dienstleistung verkaufen.

Was spricht aus Firmensicht gegen Facebook?

  • Immer wieder gibt es Meldungen, gerade jüngere Menschen würden von Facebook abwandern und sich anderen sozialen Medien zuwenden. Klar ist: Es gibt wenig verlässliche Zahlen. Natürlich verändert sich das Nutzerverhalten, und auch Facebook verändert sich. Schwankungen sind natürlich. Noch stellt Facebook aber durch seinen hohen Marktanteil ein wichtiges Instrument gerade im Social Media Marketing dar.
  • Die Datensicherheit: Speichert Facebook Daten, und wenn ja, wie lange? Keiner weiß es genau, und durch die Internationalität des Unternehmens gelten auch in jedem Land andere Gesetze. Fest steht: Wer Angst hat um seine persönlichen Daten, sollte a) diese generell nicht in soziale Netzwerke oder das Internet stellen und b) nicht in solchen Netzwerken unterwegs sein. Denn: Selbst wenn Facebook die Daten nicht speichert oder weiter verwendet, wissen Sie nie, wer von Ihren „Freunden“ oder Fans Material zu Ihren Ungunsten nutzt. Das ist nicht schön – ist aber außerhalb des Internet nicht anders.
  • „Ich telefoniere lieber“ bzw. „Ich kommuniziere lieber persönlich“. Das ist wunderbar, und niemand sollte sich gezwungen fühlen, auf Facebook zu kommunizieren. Aber einigen Millionen Menschen – und vielleicht sind Ihre Kunden dabei! – geht es anders. Sie suchen Informationen im Internet, chatten, skypen, schicken sich Mitteilungen über die Netzwerke. Vielleicht möchte nicht jeder Kunde angerufen werden oder Briefe von Ihrem Unternehmen bekommen. Die Kommunikation über FB schließt deshalb die Nutzung anderer Kanäle nicht aus, im Gegenteil. Das wäre genauso falsch, wie soziale Medien auszusperren von der Unternehmenskommunikation.

Viele weitere Pro- und Contra-Themen ließen sich aufführen – Facebook ist ein weites Feld. Wenn Sie Lust bekommen haben, mit Ihrem Unternehmen auf Facebook aktiv zu sein, scheuen Sie sich nicht. Sondern steigen Sie ein, hören Sie zu, was Ihre Kunden über Sie zu sagen haben und gehen Sie in den Dialog.

Wenn Sie professionelle Hilfe brauchen oder Fragen haben, rufen Sie uns gerne an! Oder Sie nutzen unsere Facebook-Seite: www.facebook.com/schokofischKommunikation

 

 

Diesen Beitrag teilen:
Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.