„Hüpf, Baby!“ – Gesund bleiben als Freiberufler

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Den ganzen Tag am Schreibtisch gesessen: Zu Beginn voller Elan, doch je länger der Arbeitstag dauert, desto mehr merkst du deine Schultern, deinen Nacken. Der Po tut weh vom Sitzen, und der Rücken auch?

Durchaus, so sieht der Arbeitsalltag mal mehr, mal weniger bei uns Freiberuflern aus. Besonders, wenn du im Homeoffice arbeitest, kennst du das Problem bestimmt: Frische Luft bekommst du durchs Lüften. Und nicht, weil du draußen bist. Gesundheit und der Umgang damit – wie ernst nimmst du das?

Ich gebe zu: Mit dem Sport ist das so eine Sache. Für mich war das in der Jugend immer etwas, das eben dazu gehörte. In der Schule, und auch bei mancher Freizeitaktivität. Denn ich war durchaus ein paar Jahre im Leichtathletikverein, habe Volleyball gespielt oder ging zum Schwimmen. Später, als das Berufsleben begann, spielte Sport allerdings eine immer kleinere Rolle. Ich war nie extrem sportlich oder hätte ohne nicht leben können. Doch je älter ich wurde bzw. werde, desto mehr sagt mein Körper mir: Wenn du keinen Sport treibst, merkst du’s eben auch! Sei es am *hüstel* zunehmenden Gewicht oder am ziependen Rücken.

Ein paar Jahre war ich Mitglied verschiedener Fitnessstudios. Durch diverse Umzüge lernte ich dabei Vor- und Nachteile kennen – und lernte: Kurse sind nicht meins. Ich „turne“ lieber an Geräten. Jedoch: Das Geld, das ich investiere, arbeite ich letztlich nicht ab. Egal, ob wegen mangelnder Euphorie, abends doch noch ins Studio zu fahren, oder weil ich die diversen Angebote des Studios („Jetzt kannst du vier verschiedene Saunabereiche nutzen!“) gar nicht alle wahrnehmen kann.

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Online-Turnen auf dem Teppich

Schließlich entdeckte ich eine für mich passende Alternative: Es gibt Online-Sportstudios! Das war mir bis dahin gar nicht bewusst gewesen. Laufen gehen ist nämlich so überhaupt nicht mein Ding. Natürlich hätte ich mir allein Übungen ausdenken oder nach einem Buch oder Video turnen können. Doch die Anleitung im Online-Kurs und die Möglichkeit, zu jeder beliebigen Zeit Sport machen zu können, erschlossen mir neue Möglichkeiten. Ich gebe zu: Auch die Tatsache, anschließend in meine eigene Dusche springen zu können und mich nicht in einer großen Umkleide vor einem zu kleinen Schrank zurechtmachen zu müssen, spielt eine große Rolle für mein Wohlbefinden!

Als ich vor über einem Jahr begann, online Sport zu machen, merkte ich, wie sehr eingerostet ich war. Einige Dinge mag ich immer noch nicht, andere habe ich lieben gelernt. Durch die Auswahlmöglichkeiten weiß ich inzwischen, dass heute ein Rückenkurs für mich besser ist und ich morgen dafür mehr Krafttraining mache. Viele Kurse bieten eine Mischung aus Cardio und Kräftigung an. Und auch die Trainer sind „Geschmackssache“. Meine Favoriten habe ich gefunden, und wenn mir D. sagt: „Gut gemacht!“, geht mein Herz auf und ich bin doppelt motiviert. Und Sätze wie „Und jetzt noch eine Runde Jumping Jacks!“ hasse ich bis heute…

Persönlich bin ich bei Gymondo* gelandet (es gibt aber auch viele andere Anbieter!). Ich mag das Angebot sowie die Auswahl – und starte meinen Arbeitstag nun gerne mit einem Sportkurs, bevor ich duschen gehe und mich an den Schreitisch setze. Der Tag beginnt voller Schwung und ich fühle mich entspannt. Alternativ strecke ich mich abends aus und dehne mich nach einem Tag am Schreibtisch, um wieder fit zu werden. Danach ebenfalls heiß duschen – herrlich!

Und ein zusätzliches Plus: Wenn ich zu Hause turne, leistet mein Kater mir Gesellschaft 😉

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Sitzen, stehen, knien?

Ein ganz anderer Aspekt des Freiberuflerarbeitens ist der Schreibtisch. Wie sitzt du? Kannst du die Tischhöhe verstellen, und hast du den passenden Stuhl? Einige experimentieren ja auch mit Arbeit im Stehen oder an gekippten Tischen.

Als ich eine Weile eher konzeptionell arbeitete, stellte ich mein Whiteboard an das Regal und setzte mich auf den Teppich. Mal liegend, mal sitzend, mal kniend malte und schrieb ich auf der Tafel Ideen und Konzepte auf und fühlte mich durch die möglichen Positions- und Perspektivwechsel viel kreativer.

Vor einigen Wochen entschloss ich mich außerdem, einen neuen Schreibtischstuhl anzuschaffen. Mein alter war vor einigen Jahren unbrauchbar geworden, und ich saß danach lange auf einem viel zu kleinen Stuhl, der eigentlich für Kinder gedacht war. Die Stuhlhöhe war dadurch nicht für mich geeignet.

Wippen und Schaukeln

Meine Wahl fiel auf einen wippenden Hocker mit Rollen: den Swopper. Die Wirbelsäule wird durch die Bewegungsmöglichkeit entlastet, und durch die fehlende Rückenlehne (was mich erst verunsicherte) sitze ich viel aufrechter. Mein Hocker hat einen recht großen, runden Sitz: Als ich vor einiger Zeit bereits einmal einen mit Fahrradsattel-großer Sitzfläche ausprobierte, schlief mir immer die Sitzfläche ein – eine seltsame Sache. Das passiert nun nicht mehr!

Der Hersteller meines Hockers lieferte gleich eine Gebrauchsanweisung sowie eine Fitness-App mit dem Sitzmöbel, mit deren Hilfe ich nun auf meinem Hocker trainieren kann: Vorwärts, seitwärts, rückwärts hopsen, auf und ab – und hinterher merkt man förmlich, wie sehr sich die Bandscheiben freuen!

Was kannst du selber tun? Vier Tipps:

  • Regelmäßige Pausen einhalten: Auch, wenn es nur ein paar Minuten sind: räkeln, strecken, dehnen! Frische Luft tanken, kurz spazieren gehen und bewusst atmen.
  • Nutze die Treppen, meide den Fahrstuhl. Die Treppen rauf- und runterlaufen bringt dein Cardiosystem in Schwung (und: ja, ich keuche auch, wenn ich im vierten Stock des Altbaus angekommen bin…!).
  • Lege kleine Gymnastikeinheiten ein. Mein Sportkurs bietet jetzt Office-Einheiten an, die nur 10-15 Minuten dauern und speziell die Schulter- und Nackenpartien entspannen. Herrlich!
  • Zuletzt: Bewusst essen. Leider auch mein Thema: Süßigkeiten sind mein Laster. Aber wenn ich im Büro bin, sind immer Kollegen da, mit denen ich zusammen Mittag essen kann. Das ist viel besser, als schnell zwischendurch einen Schokoriegel wegzufuttern…

Wie hältst du dich fit, wenn du lange im Büro bist? Ich freue mich auf Ergänzungen und Tipps! Und wenn du magst, nimm das Thema doch gerne auf.

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.

2 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Artikel. Mal wieder. 🙂
    Online-Sportstudios ignoriere ich persönlich langfristig dann doch zu gerne. Ich habe aber ein sehr nettes Fitnessstudio in meiner Nähe gefunden, in dem ich 2 bis 3 x pro Woche nett empfangen und persönlich betreut werde. Und auch wenn ich noch viel zu oft schnell nebenbei etwas Süßes esse, merke ich schon eine riesige Verbesserung.
    Letztendlich haben wir ja nur nicht nur eine Verantwortung unseren Kunden gegenüber, sondern vor allem auch uns selbst und unserer Gesundheit gegenüber. Das müssen wir uns wahrscheinlich nur viel häufiger sagen!

    1. Danke, liebe Catinka!
      Dass du ein tolles Studio hast, freut mich! Ich glaube, unter den Voraussetzungen wäre ich auch nicht gewechselt – aber meine Erfahrungen waren leider anders. 😉
      Herzliche Grüße!

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