Kommunikations-Mix in Zeiten von Social Media

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Social Media, diese bunte Welt: Viele von uns (und ich ja auch) tummeln sich auf Facebook und Twitter, auf Instagram und (vielleicht noch?) Google+, auf XING und LinkedIn – und zahlreichen anderen Netzwerken. Die meisten davon sind kostenlos, haben eine große Reichweite und stellen uns damit gute und brauchbare Instrumente zur Verfügung.

Wir bauen unser Marketing, unsere Pressearbeit, unser Netzwerken und unsere Kommunikation mit Kunden oder Geschäftspartnern darauf auf. Mit diesen Netzwerken erreichen wir viele und vieles. Jedoch: Schraubt Facebook mal wieder am Layout oder führt neue Funktionen ein, die nicht allen gefallen, oder fällt ein Netzwerk gar einmal aus, erhebt sich großes Wehklagen. Deshalb ist es wichtig, sich neben den sozialen Netzwerken auch etwas Eigenes aufzubauen.

Früher, vor Social Media, funktionierte Marketing ebenfalls – nur mit anderen Mitteln. Pressemeldungen, News oder Infos wurden per Brief und per E-Mail verbreitet. Das wisst ihr natürlich, und für die meisten ist eine E-Mail ja auch durchaus auch heute noch ein probates Kommunikationsmittel.

Dennoch: Soziale Medien nehmen einen immer größeren Stellenwert in der professionellen und privaten Kommunikation ein. „Du bist nicht bei WhatsApp, hä?“. Ja, inzwischen nutze ich den Messenger auch, und ich gebe zu: Ich mag ihn. Die vielen Vorteile überwiegen, allerdings speichere ich keine Nachrichtenverläufe und würde auch nicht unbedingt sensible Daten darüber weitergeben. Zu groß sind doch die Sicherheitsbedenken. Auch unsere Unternehmen nutzen Facebook-Seiten und Twitter für die Kommunikation, sprechen dort mit Freunden, Fans und Kunden. Fast alle Unternehmensteile profitieren: Die Presse- und PR-Abteilung, das Marketing, der Kundensupport, selbst die Produktentwicklung und natürlich der Verkauf.

Das Herzstück: die eigene Webseite

Aus Sicht des Online Marketing sind soziale Medien sinnvoll, sie werden aktiv genutzt und sind nicht mehr wegzudenken. Jedoch sind sie ein Teil der gesamten Marketing-Kommunikation! Alle sozialen Netzwerke führen nämlich im Idealfall zum Herz des Ganzen: deiner eigenen Webseite. Hier läuft alles zusammen: Alle Informationen über dein Unternehmen, sein Angebot, seine Neuigkeiten, seine Ansprechpartner. Hier entscheidest du!

Klar: Wenn das Internet einmal komplett ausfällt, läuft auch die Webseite nicht mehr. Im besten Fall hat ein Unternehmen einen eigenen Server oder eigene Möglichkeiten, seine Daten unabhängig zu sichern, und damit auch schnell einzugreifen. Aber wenn soziale Netzwerke ausfallen, dich aussperren der von heute auf morgen ihre Bedingungen ändern, hast du kaum Möglichkeiten der Beeinflussung. Wir jammern über Anpassungen bei Facebook, viele vergessen allerdings: Es kostet uns auch nichts. Wenn Mr. Zuckerberg wollte, könnte er sonst etwas ändern, ohne dass wir Einfluss darauf hätten.

Auf der eigenen Webseite und dem dazugehörigen (Corporate) Blog entscheidest du, entscheidet dein Unternehmen: Was kommunizieren wir wirklich? Wie soll das Layout aussehen, und wann veröffentlichen wir etwas Neues? Welche Produkte bieten wir an, und welche Aufmachung nutzen wir dabei?

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Prima Helfer: Der Newsletter

Parallel dazu kommt das E-Mail-Marketing ins Spiel. Newsletter galten eine Zeit lang als unmodern und ausgestorben. Jedoch: Auch diese sind ein Mittel, um mit deinen Kunden oder Interessenten unabhängig von den sozialen Medien zu kommunizieren! Bei guter Pflege und Wartung erreichst du mit deinem Newsletter eventuell sogar mehr Interessenten als über die sozialen Netzwerke.

Die Mischung macht’s

Für Unternehmen ist also der Kommunikations-Mix entscheidend:

  • Webseite mit Blog
  • E-Mail-Marketing, also Newsletter
  • Briefe, Kataloge, also analoge Post
  • Facebook-Seite, Twitter, andere soziale Netzwerke (Youtube, Business-Netzwerke, Podcasts)

Deshalb: Achten wir auf eine ausgewogene Pflege aller unserer Kanäle? Pflegen wir alle so, dass der Ausfall eines Kanals durch den anderen kompensiert (oder zumindest kommuniziert) werden kann?

Welche Baustellen hast du in deinem Unternehmen? Pflege sie!

Wenn du einen Kommunikationskanal einrichtest, rechne damit, dass Menschen diesen nutzen. Sprich: Hast du eine Webseite, wird es Kunden geben, dich sich diese ansehen. Dort nach Informationen suchen. Das bedeutet: Pflege deinen Kanal! Oder, falls das gerade nicht möglich ist, weise darauf hin und biete Alternativen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Unternehmen besitzt ein Ladengeschäft. Auf der Webseite werden Leistungen und Öffnungszeiten kommuniziert. Nun macht das Unternehmen während einer Ladenschließung wegen Urlaubs lediglich auf dem Anrufbeantworter darauf aufmerksam. Die Webseite informiert nicht darüber, und auf die E-Mails an die Firma gibt es keine Antwort. Das ist keine gute Idee!

Wenn du also bestimmte Netzwerke, Plattformen oder Kommunikationskanäle nicht (mehr) pflegst, informiere darüber. Nichts wirkt so umprofessionell wie ungepflegte Facebookseiten oder verlassene Internetauftritte.

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Dann los! – Die Umsetzung

Bevor du alle Kanäle gleichzeitig aufbaust, stelle dir einen Fahrplan auf. Denn du kannst nicht überall zugleich Aufbauarbeit leisten.

  • Beginne mit dem Herzstück: deiner Webseite. Sie ist die Schaltzentrale und die Visitenkarte. Hiernach suchen deine Kunden zuerst, von hieraus leitest du weitere Aktionen ein.
  • Das Blog folgt: Sobald deine Seite mit allen Angeboten und Inhalten steht, kannst du dir Gedanken über dein Blog machen. Worüber schreibst du, wie oft, wer wird eingebunden und was soll kommuniziert werden? Hier habe ich bereits einmal über das Bloggen für Unternehmen geschrieben.
  • Den nächsten Schritt bilden entweder der Aufbau deines Newsletters oder die sozialen Netzwerke. Entscheidungsgrundlage dafür sollten deine Unternehmensziele bilden: Willst du Reputationsaufbau betreiben oder deine Marke stärken? Viel verkaufen oder dich positionieren? Davon hängt ab, wie es weiter geht.

Übrigens ist es während all dieser Schritte immer sinnvoll, die eigenen Ziele und Meilensteine zu überprüfen. Innehalten und schauen, ob du auf dem richtigen Weg bist.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Kommunikation-Mix!

 

 

 

Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.