„Mein Baby ist nicht hässlich!“ – Tipps für Blog-Anfänger

Eingang zum Bloggen

In seiner Blogparade rief Martin Grünstäudl dazu auf, über das Thema „Die besten Tipps für Blog-Anfänger“ zu schreiben, an der ich mich gerne mit diesem Artikel beteilige.

Vorab: Ein Blog ist – im Unterschied zu einer herkömmlichen Webseite – eine Art Online-Tagebuch. In regelmäßigen Abständen posten Blogger neue Artikel zu ganz unterschiedlichen Themenbereichen. So existieren Mode-, Wohn-, DIY- („Do-it-Yourself“), Buch-, Koch-, Foto- oder Fachblogs mit ihren jeweiligen Schwerpunkten. Alles ist möglich! Und es heißt offiziell zwar das Blog, der Blog ist aber laut Duden ebenfalls möglich.

In einer spontanen Umfrage trug ich folgende wesentlichen Fragen zum Einstieg ins Bloggen zusammen, auf die ich hier gerne eingehe:

1. Wo kriege ich die Seite her, wo der Blog draufsteht?

Verschiedene Portale bieten angehenden Bloggern die notwendigen Plattformen für’s Bloggen an.

Ein Anbieter ist beispielsweise Blogger, dieser gehört zu Google. Voraussetzung für die kostenlose Nutzung ist ein Google-Konto, womit automatisch auch eine E-Mail-Adresse und ein Google+-Profil verbunden ist. Die Einrichtung und Bedienung von Blogger ist einfach und folgt (wie andere Editoren auch) einfachen Textverarbeitungen. Der Vorteil von Blogger: durch die Google-Anbindung besteht gute Anbindung an das Suchmaschinenmarkting – was allerdings erst für erfahrenere Blogger relevant ist. Die Blogadresse eines Blogger-Blogs endet immer mit .blogspot.de (oder com), z.B. meineeigeneblogadresse.blogspot.de

WordPress.com stellt eine andere gute Alternative dar, die ebenfalls kostenlos ist und viele eingebaute Features besitzt. Zwar muss man sich bei wordpress.com auch anmelden, kann dies aber ohne eine Bindung wie bei Google tun. Persönlich finde ich die Nutzung und Anwendung von WordPress schöner als Blogger und nutze es lieber, das ist aber Geschmacksache. Beide Systeme sind in der Blogosphäre weit verbreitet und werden etwa gleich viel genutzt. 

Zur Unterscheidung ist bei WordPress noch wichtig, dass es auch noch ein anderes WordPress-System gibt („WordPress.org“): dieses nutzen Anwender, wenn sie eine eigene Blogadresse wie „www.meinblog.de“ haben und darauf dann WordPress als Bloggersoftware nutzen. Auf meinem Blog habe ich zu WordPress vor Kurzem einen Artikel geschrieben, der genauer auf WordPress und die Nutzung eingeht.

Andere Blogsystem sind z.B. Tumblr, ein eher grafisch ausgerichtete Bloggertool. Viele Foto-, Bilder- und Kunstblogs gibt es hier.

Alle Systeme bieten neben der Möglichkeit, Artikel zu verfassen, auch ein Content Management System zum Verwalten der Artikel und Fotos, zum Bearbeiten und Publizieren. Auch mit den kostenlosen Tools haben Sie damit durchaus professionelle Möglichkeiten!

2. Wie nennt man sein Blog?

Seien Sie kreativ! Zu lange Namen oder solche mit vielen Bindestrichen würde ich meiden. Auf den Anmeldeseiten der oben vorgestellten Bloganbieter können Sie Ihren Blognamen testen und schauen, ob er noch frei ist. Bei der Vielzahl der bereits existierenden Blogs gar nicht so einfach…

Tipps für Blog-Anfänger

3. Was schreibt man auf dem Blog?

Wie oben schon erwähnt: Die Anzahl an bestehenden Blogs ist groß, entsprechend ist es auch mit den Themen. Wer wirklich bloggen möchte, hat meistens bereits ein Thema im Kopf.

Wenn  es Ihnen anders geht oder Sie sich einfach für das Bloggen begeistern, haben Sie vielleicht ein interessantes Hobby? Kronkorkenfotos aus Urlaubsländern können daher ebenso ein Blogthema sein wie Sonnenaufgänge oder Baumschneidearbeiten im Garten.

4. Was muss ich beim Bloggen beachten?

Natürlich dürfen Sie keine Inhalte verbreiten, die andere Menschen verunglimpfen, schaden oder in anderer Art und Weise unschöne Dinge verbreiten.

Ein wesentlicher Punkt ist außerdem das Thema Urheberrecht. Guten Gewissens dürfen Sie nur Ihre eigenen Inhalte verbreiten. Weder Texte noch Fotos oder andere Daten von anderen dürfen ohne Einverständnis genutzt werden! Dies kann andernfalls zu Abmahnungen und Geldstrafen führen, die nicht zu verachten sind.

Zu jedem Blog besteht außerdem Impressumspflicht. Das bedeutet: Name, Adresse und Telefonnummer müssen genannt werden. Einen guten Impressumgenerator mit dazugehörigen Disclaimern gibt es z.B. bei erecht24.de. Auch hier kann es bei Missachtung zu Abmahnungen kommen.

5. Wie erreicht man überhaupt Leser?

Schöne Frage! Neu anfangen zu Bloggen bedeutet oft plötzlich auch, mit seinen Ideen an die Öffentlichkeit zu gehen. Das ist am Anfang gar nicht leicht. Jemand in einem Workshop verglich es einmal mit dem neugeborenen Baby, das man das erste Mal vorzeigt: „Mein Baby ist nicht hässlich, und ich liebe es!“

Um mehr Reichweite zu erhalten, lohnt es sich, möglichst vielen Leuten davon zu erzählen. Die Artikel auch über die sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Google+ zu teilen, schafft noch größere Reichweite.

Wenn Sie diesen Schritt aber erst einmal tun, klicken bestimmt viele Neugierige auf Ihr Blog und lesen, kommentieren und teilen Ihre Artikel.

6. Wie verdient man mit dem Bloggen Geld?

Es geht – aber einfach ist es natürlich nicht. Werbung stellt eine Möglichkeit dar. Klarmachen sollten Sie sich allerdings, ob Sie überhaupt Werbung auf Ihrem Blog platzieren möchten. Gerade kleinere und persönliche Blogs lehnen dies ab, um authentisch zu bleiben.

Abgesehen davon: Einen Werbekunden zu gewinnen ist am Anfang nicht leicht. Zwar bieten viele Firmen sogenannte Affiliate-Programme an. Das Prinzip dahinter: Klicken Leser auf die Anzeige, erhalten Sie als Blogbetreiber dafür Geld – meist allerdings nur im Centbereich.

Oder Sie werden (oder sind schon) Experte auf einem bestimmten Gebiet, so dass Sie zu Gastbeiträgen oder Vorträgen eingeladen werden. Auf diese Weise gelang es Bloggern durchaus schon, Geld zu verdienen, und manche können sogar davon leben. Auch für mich persönlich bisher nur ein Traum ;-).

Viel wichtiger für Sie als Einsteiger und eigentlich auch der wichtigste Rat am Schluss: Schreiben Sie erst einmal los. Schreiben Sie interessante Artikel und haben Sie Spaß daran! 

 

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.

7 Kommentare

    1. Hallo Sebastian,
      das stimmt wohl leider… Zum Glück machen wir es ja nicht nur deswegen! Dir weiterhin viel Spaß dabei!
      Viele Grüße
      Inga

  1. Hallo Inga,

    danke für die Teilnahme und deine Tipps für Blog-Einsteiger 🙂

    Gerade Punkt 2 fand ich jedes Mal echt schwierig. Das sollte man sich gut überlegen.. nicht dass man Monate lang bloggt, Backlinks aufbaut und im Grunde mit dem Namen so gar nicht zufrieden ist..

    Liebe Grüße
    Martin

    1. Lieber Martin,

      du hast Recht, der Name steht dann da. Auch deswegen halte ich für Anfänger ein kostenloses Blog für sinnvoll. Steigt man dann auf eine eigene Domain um, kann man das noch mal als Zäsur nutzen – und auch den Namen anpassen. Auch wenn ein durchgehender Name natürlich schöner ist!

      Viele Grüße
      Inga

  2. Hallo Inga,
    gerade Anfänger haben es am Anfang ziemlich schwer sich zurecht zu finden. Daher finde ich Artikel die wirklich helfen, so wie dieser hier, sehr gut und vor allem hilfreich.

    Lg. Maik Strunk

  3. Hm…dachte, dass ich diesen Artikel schon einmal kommentierte, weil es mir sehr bekannt vorkommt. Gelöscht hattest du meine Kommentare nicht oder. Ich kommentiere immer mit der Mail-Adresse power_sash@gmx[dot]net.

    Und nun zum Thema: Ja, also bei Blogger.com sowie WordPress.com bin ich ebenfalls und aber leider kümmere ich mich um diese Blogs nicht allzu sehr, da ich weitere wichtigere Blogs im Besitz habe.

    Ich finde, aber das Blogging bei diesen beiden Anbietern sehr interessant und ganz gut. Man hat trotz dem Freehosting einige Möglichkeiten und kann das eigene Blog nach Belieben gestalten.

    Ja, meistens hat man schon Ideen für Artikel, wenn man ein Blog startet oder es kann so kommen wie bei mir damals vor 8 Jahren, sodass ich sehr spontan war und erstmals anfing, zu bloggen. Dann im Laufe der Zeit hatten sich welche Themen herauskristallisiert und seit ein paar Jahren habe ich noch das Thema OpenSource mit aufgenommen. So ist jetzt die Themenfindung so gut wie abgeschlossen und ich kann nur noch bloggen.

    Noch wäre ergänzend zu sagen, dass man bei dem Einsatz von Social Media Buttons im Blog auch die Datenschutzerklärung haben muss. Den Impressum-Generator, welchen du hier verlinkt hast, kenne und schätze ich. Damit kann man auch den Disclaimer erstellen.

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