Tag 2: Groundswell und Forrester Research Tools

Wie aktiv sind Nutzer im Internet?

Der Begriff Groundswell wird wie folgt definiert: „Der Groundswell ist ein sozialer Trend, bei dem Leute weltweit neue Technologien nutzen, um Informationen, Hilfen und Tipps voneinander zu bekommen statt wie früher von Unternehmen, Medien und Informationen“ (zitiert bei PR Social Web*, S. 27).

Methoden für Social Media nach Groundswell:

Groundswell wird charakterisiert durch bestimmte Taktiken, die Unternehmen dazu dienen, soziale Technologien strategisch und effektiv zu nutzen:

  1. Zuhören: was läuft eigentlich sonst im Netz?
  2. Sprechen / aktiv werden. Über/mit Kunden, Geschäftspartnern,…
  3. Unterstützen: Supportkanäle
  4. Aktivieren: Fans oder Follower einsammeln / generieren
  5. Einbinden: der Partner, Freunde etc in die (Geschäfts-)Prozesse (zB McDonald‘s: „Entwirf deinen eigenen Burger“ im Netz, Namen geben etc., der wurde dann wirklich verkauft. Vorteil für McD: Produktverbesserung / Kundenfeedback / Kundenbindung!)

Es geht also um die Nutzung der neuen Technologien und die Veränderung des Verhaltens im Internet. Die Autoren teilen die Konsumenten nach dem Grad ihrer Beteiligung am Groundswell ein:

  • Inactives: Leute, die inaktiv sind
  • Spectators: die 90% der Leute, die nur zuhören /-sehen.
  • Joiners: Leute, die dabei sind
  • Conversationals / Critics: immer dabei sein („Jetzt gehe ich duschen!“), auch die, die „Motzer“ sind.
  • Collectors: Leute, die Infos sammeln, bewerten und zur Verfügung stellen. Etwas „undeutsch“, hier behalten die Leute ihre Erfahrungen eher für sich als Erfahrungen weiter zu geben. Aber: siehe Crowdsourcing! Koch stellt Rezepte online, Leute machen Verbesserungsvorschläge und Austausch darüber. –
  • Creators / Hersteller / Aufbereiter: nur 1% der Internetuser (eigene Blogs etc, NICHT Facebook-User) dh der aktiv beteiligt sind.

Die Autoren J. Bernoff und C. Li haben die Untersuchung im Auftrag des Marktforschungsinstituts Forrester Research durchgeführt und das Buch veröffentlicht. Auf der Internetseite von Forrester kann man verschiedene Tools nutzen und z.B. Einstellungen zu Nation, Geschlecht oder Alter vornehmen.

Die Regel 90-9-1 des dänischen Werbeexperten Jakob Nielsen: 90% hören nur zu, 9% kommentiert auch mal, 1% macht selber mit und kreieren. Die Regel zieht sich im Social Web durch alle Plattformen konsequent durch.

Tag 1: Social Media?

Nun hat er begonnen, der lang erwartete Kurs. Nach intensiver Recherche und verschiedenen Ideen. Gesprächen und Genehmigungen. Arbeitsamt.

Gespannt überlegte ich vor Beginn, was mich erwarten würde und wie anwendbar das Gelernte sein würde. Praxisnah oder weltfremd? „Ich weiß alles schon“ oder „Wovon reden die da“? Immerhin blogge ich seit einiger Zeit und bin auf anderen Medien unterwegs. Andererseits ist Social Media so ein weites Feld, und die Möglichkeiten unendlich.

Der erste Tag begann mit technischen Finessen: einwählen, LiveMeeting, Mikro ein oder aus, und soll man die Kamera benutzen? Die Vorstellungsrunde ergibt neben dem Dozenten neun motivierte und interessierte Frauen.

Als wir einsteigen, geht es direkt zum Thema Blog: welche Möglichkeiten gibt es? Blogger und WordPress werden vorgestellt. Die Gruppe einigt sich, WordPress als Grundlage zu nehmen und jede Teilnehmerin legt einen Übungsblog an.

Inputs zu 10-Minuten-Mailadressen und Fakeprofilen folgen. Wir fügen Bilder in unseren ersten Artikel ein, tätigen grundsätzliche Einstellungen, lernen Designs zu ändern und Menüs sowie Widgets einzufügen.

Für den ersten Tag schon schön viel Stoff und das Gefühl: das wird was mit uns, Social Media!