Rückblick auf die re:publica 2014: Sketchnotes und Ponyhofgate

rp14 | schokofisch.de

Ein Klassentreffen sei sie, sagten die einen – eine Massenveranstaltung, meinten die anderen. Die re:publica 2014, mit über 5000 Teilnehmenden wahrhaft keine kleine Veranstaltung, fand vom 6. bis 8. Mai in Berlin statt. Mein Rückblick:

Schon vor meiner Anreise nach Berlin am Montag Abend twitterten, facebookten und bloggten diejenigen aus Berlin, die bereits vor mir angekommen waren. Die ersten Fotos auf Instagram tauchten auf. 

Den Dienstag Morgen ließ ich etwas ruhiger angehen, während sich meine Twitter-Timeline warm lief. Kontakte fragten, ob ich schon da sei und wenn ja wo. Mit der U-Bahn schließlich am Gleisdreieck angekommen, folgte ich ein paar anderen Besuchern und betrat nach dem Check-in das Gelände der re:publica, die „Station“.

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„Into the wild“

Das diesjährige Motto passte: Mit Bäumen bedruckte Fahnen wehten von der Decke und symbolisierten erfolgreich „Wildnis“ – dazu die vielen Menschen! Noch bei dem Versuch mich zu orientieren tippte @sozialpr mir auf die Schulter und begrüßte mich.

Nach einem Schnack und einem Kaffee wählte ich die Session über Sketchnotes als meine erste aus. Auf dem Weg durchs Dickicht traf ich @NPapendorf, den ich vom Hamburger CarpeDiemCamp kannte. Neben mir auf der anderen Seite saß während der Veranstaltung @BerlinMitteMom, mit der ich gemeinsam einen Blogst-Workshop im letzten Frühjahr besucht hatte.

Sketchnotes by schokofisch.de

Eine Visualisierungsmethode, bei der man das Gehörte nicht mitschreibt, sondern zeichnet. Klingt einfach, sieht aber im besten Fall künstlerisch aus und ist – wie ich finde – genial. Als stark visuell geprägtem Menschen kommt diese Methode mir absolut entgegen.

Netzwerken und Treffen

Am zweiten #rp14-Tag traf ich @derLarsHahn, und wir hatten während der Mittagspause endlich einmal die Gelegenheit, uns persönlich kennen zu lernen und auszutauschen. Danke noch mal für das nette Gespräch, Lars!

Gegenüber von mir saß dabei plötzlich @OliverBerger, mit dem ich zusammen mein Studium begonnen hatte. Warum soll man sich nach 20 Jahren nicht auf der #rp14 wieder treffen?!

Auch @deincopilot und @Wortmarketing lernte ich im wahren Leben 1.0 kennen, und winkte @BuhlCoaching zu: „Ach, du bist das!“

Sessions

Wie Arbeit in der Zukunft aussieht, und welche Änderungen es heute geben muss, diskutierte ein Panel mit Vertretern von Microsoft, McKinsey und der Social Media Managerin und Bloggerin @NiniaLaGrande, moderiert von Richard @Gutjahr. Den Einblick in das Manifest von Microsoft fand ich interessant, insgesamt ging es aber m.E. zu sehr um organisatorische Dinge: Wo arbeite ich, wie arbeite ich, wenn ich Kinder habe, etc. Der Ausblick, wie Arbeit sich an sich verändern wird und kann, fehlte mir etwas. #einfachmachen – der Haschtag zur Veranstaltung passte allerdings recht gut!

„Willkommen in meinem Wohnzimmer“: Drei Lifestylebloggerinnen, unter anderem Indre Zetzsche aka @mima9308, diskutierten über die Frage: Was soll, was darf ich als Bloggerin von mir und meinem Privatleben preisgeben? Allerdings kann das letztlich nur jedeR BloggerIn selbst beantworten.

Allen Nullcheckerbunnies den Einstieg ins Programmieren zu erklären, das hatten @kathrinpassig und @anneschüssler sich vorgenommen. Dass allerdings zehnmal so viele TeilnehmerInnen kamen wie geplant, nicht. Ihr Vortrag streifte kurz wichtige Stichworte und machte Mut, einfach anzufangen.

Programmieren! schokofisch.de

In einem Seitengang begegnete mir schließlich Claudia aka @machenundtunmuc. Auf dem Hamburger FacebookCamp im Frühjahr waren wir bereits ins Gespräch gekommen, denn als Studentinnen hatten wir beide in der selben Berliner Buchhandlung gearbeitet. Am dritten Tag der #rp14 genossen wir schließlich einen Kaffee gemeinsam und tauschten uns aus.

Von seiner Stein-Strategie erzählte mir (und ziemlich vielen anderen) schließlich Holm Friebe. Lieber mal etwas abzuwarten, statt in hektischen Aktionismus zu verfallen, so seine These Auch bringt es nichts, jedem Hype hinterher zu laufen. Das Fazit:

Und natürlich Wibke Ladwig aka @sinnundverstand. In ihrem Vortrag „Ein blindes Huhn ist kein #ponyhofgate“ hob sie Wort-Schätze und stöberte Vergessenem und Originellem aus der deutschen Sprache nach. „Poetisiert euch!“, rief sie den Versammelten zum Schluss zu. Toll, Wibke einmal live zu sehen, auch wenn es außer einem Zuwinken leider nicht mehr für einen persönlichen Kontakt reichte. Wahrhaftig ein Vergnügen!

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Was noch?

@silke_s begrüßte ich im Vorbeilaufen. Die Blogst-Ladies @23qmstil und @tastesheriff traf ich, zusammen mit den tollen Bloggerinnen @happyhomeblog@Moeyskitchen@Frau Hölle sowie @Mama_notes. Aus heiterem Himmel stand plötzlich @heiterbiswilkig vor mir – viel zu kurz, keine Zeit zum Quatschen, schade.

Und das waren bestimmt noch nicht alle – viele andere, die ich gerne getroffen hätte oder kennengelernt hätte, traf ich nicht oder hatte keine Gelegenheit dazu. Das erscheint mir im Nachhinein natürlich schade, würde aber auch eine Planung wie z.B. auf der Buchmesse voraussetzen.

Wie war’s also?

Voll, wie beim Kirchentag oder der Buchmesse. Wiedersehens- und Kennenlernatmosphäre und deswegen auch wirklich ähnlich wie beim Klassentreffen. Sehr inspirierend. Sehr nett! Und danke an alle tollen Gesprächspartner, die Vortragenden und das große Orga- und Helferteam!

Ob ich denn nächstes Mal wieder hinfahren würde, fragten mich einige.

Vielleicht. Ich lasse erst mal sacken… Aber toll war’s!

 

Übrigens: Viele Vorträge wurden aufgezeichnet und können hier angeschaut werden

 

 

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.

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