Social Web Breakfast in Hamburg

Das Social Web Breakfast in Hamburg hatte ich schon länger „unter Beobachtung“ –  es aber noch nie geschafft, einmal teilzunehmen. Nachdem ich spontan eine Eintrittskarte bei den Digital Media Women gewonnen hatte, war es heute so weit!

Schon im Vorfeld schien klar, dass es sehr spannend werden würde: Das Thema lautete „Im Kontakt mit dem Social Passenger – Social Media Management bei der Hamburger Hochbahn AG“ mit Social Media-Referentin Anna Skrzeczkowska von der Hochbahn – und das angesichts des Herbststurms Anfang dieser Woche in Norddeutschland. Dieser hatte ja in Hamburg dafür gesorgt, dass die U-Bahnen teilweise gar nicht mehr fuhren.

Social Web BreakfastNachdem sich die rund 25 Teilnehmenden gestärkt hatten, begann der Vortrag mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Anschließend berichtete Anna Skrzeczkowska in einem Impulsreferat von ihrer Arbeit. Seit sechs Wochen erst auf dieser Stelle, konnte sie sich in dieser Woche gleich richtig bewähren. 

„Die Hochbahn ist nicht der HVV“

Was vielen Hamburgern nicht immer vollkommen klar ist (und ich schließe mich da selber nicht aus, auch wenn es durch den Sturm und das Verfolgen der Twitteraktivitäten auf @hochbahn deutlich wurde): Die Hochbahn ist nicht der HVV. Zwar ein Teil davon, aber eben nur einer von vielen. Die vier U-Bahn-Linien sowie 130 Buslinien machen aber einen wichtigen Part aus. Das spielte bei der Bearbeitung von Anfragen während des Sturms eine wesentliche Rolle, zumal Spaßaccounts auf Twitter für zusätzliche Verwirrung sorgten.

Die Social-Media-Arbeit bei der Hochbahn ist in der Pressestelle angesiedelt, was sinnvoll ist angesichts der Tatsache, dass aktuelle Meldungen immer zuerst an die Pressestelle weitergeleitet werden. Auf diese Weise ist Anna Skrzeczkowska bestens und schnell informiert. Durch das kleine Team gibt es kurze Dienstwege, dadurch fließen die Informationen schnell. Zurzeit werden Twitter und Facebook als Social Media Kanäle genutzt, weitere Netzwerke wie ein Blog sind in Planung.

„Störungsmeldungen sind der Burner“

Weil verschiedene Inhalten geteilt werden, von der Einweihung von Brücken und Fahrstühlen bis hin zu Renovierungsmaßnahmen und Aktuellem, beobachtet Anna Skrzeczkowska, welche Meldungen am meisten Beachtung finden. Klar vorn: die Störungsmeldungen. Der Servicegedanke spielt für die meisten User eine wichtige Rolle.

Weitere wichtige Themen in der laufenden Arbeit von Anna Skrzeczkowska sind beispielsweise der Umgang mit Rassismusvorwürfen oder die Umsetzung von Social Media Guidelines im Unternehmen. Auch die Herausforderung, nicht nur die eingehenden Anfragen zu beantworten, sondern auch auszuwerten und Reportings abzufassen, macht die Hochbahn zu einem spannenden Arbeitsplatz, der trotz des Themas Fahrgasttransport „sexy“ ist.

Insgesamt war es sehr spannend, Einblick in die Social-Media-Arbeit zu bekommen von einer motivierten jungen Frau, die – das merkte man – sich für ihre Aufgabe begeistert und viel von dem weitergegeben hat. Herzlichen Dank!

 

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.