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Barcamp Kirche Online: Von 3D-Druck zu 360°-Video

Köln | schokofisch.de

Alles wird echter: Die Kommuniktion, die Wahrnehmung und die Darstellung. Auch in der digitalen Kirche. Zu erleben beim diesjährigen Barcamp Kirche Online, das am letzten Wochenende in Köln stattfand.

„Ausgebucht!“, so lautete vor ein paar Wochen die Info zum Barcamp Kirche Online. Das gab’s noch nie – aber zeigt, wie wichtig auch für „Kirchens“ dieses Internedings inzwischen ist. Ursprünglich gestartet als Infobarcamp für Gemeinden und Ehrenamtliche, mauserte sich das #bckirche schnell zu einem Fachtreffen für alle, die im deutschsprachigen Raum digital in oder für Kirche arbeiten.

bckirche | schokofisch.de

Vernetzung: digital und real

Austausch, das war auch mein Anliegen. Bereits im letzten Jahr hatte ich am #bckirche teilgenommen und mich mit tollen Menschen vernetzt. Als innerhalb der Kirche im NDR allein für Social Media Zuständige bin ich darauf angewiesen, meine digitalen Kontakte bei Fragen, Ideen und Brainstrom hinzuzuziehen. Das klappt super, aber so ein Treffen „in der Kohlenstoffwelt“ gibt immer wieder ganz andere Impulse.

So begann das Networking am Freitag Abend im Brauhaus und endete am Sonntag im Bahnhof. „Wie gehst du mit Thema X auf Facebook um?“ bishin zu „Welche Technik setzt du für Videos ein?“

Digitale Möglichkeiten

Karsten KopjarSessionangebote gab es dank der großen Teilnehmeranzahl genug. Spannend zu hören war der Ausblick von Karsten Kopjar von der EKM zur Vision einer Onlinekirche: Ein Projekt, das zukünftig Interessierte und Engagierte online versammeln will und betont auch über die Grenzen von Landeskirchen hinweg organisiert werden will. Besonders in dünn besiedelten Gebieten oder in solchen mit wenig Kircheninteressierten könnten Online-Hauskreise oder gemeinsame Skype-Lunchangebote spannend sein. Auch die Frage, welche Rolle Smartphones zukünftig in Gottesdiensten spielen (können), wurde diskutiert: Immerhin haben wir diese Geräte quasi immer bei uns, sie werden bisher allerdings eher nicht eingesetzt.

Jan Ehlert von der EKiR stellte in seiner Session vor, welche digitalen Möglichkeiten es für Gemeinden gibt: Von der internen Organisation wie einem gemeinsamen Cloudspeicher für die Landeskirche oder Gemeinde, gemeinsam zu bearbeitenden Dokumenten und der Organisation von Protokollen und Fotos bis hin zur Frage der Chat- und WhatsApp-Seelsorge und der Speicherung von gehaltenden Predigten als Audiofiles.

Mit Oliver Quellmalz von der Nordkirche diskutierte ich in einer Session mit den Teilnehmenden über Trolle und Hatespeech. Tatsächlich haben viele Erfahrungen mit sehr eifrigen Usern auf Facebook, die andere mit ihren Überzeugungen konfrontieren, ohne wirklich diskussionsoffen zu sein. Dass dies durch die sozialen Medien verstärkt wird, davon waren alle überzeugt. Richtig zuverlässige Mittel dagegen gibt’s leider nicht…

Am zweiten Tag gab’s für mich viel Technik-Input: Wolfgang Loest aus der Lippischen Landeskirche stellte zunächst seinen 3D-Drucker vor und erzählte, wie und wofür er ihn in der Gemeindearbeit einsetzt. In einer weiteren Session ging es dann um den Einsatz von 360°-Kameras. Auf ein Stativ gesetzt, schaute er damit wie ein Wanderprofet aus – die technischen Ergebnisse sind inzwischen aber erstaunlich gut, wenn man ausreichend Speicher und Rechnerleistung zur Verfügung hat und die entsprechenden Programme, um sowohl Fotos als auch Videos entsprechend zu bearbeiten. Per Smartphone und Cartboard lässt sich das Ergebnis leicht in der virtuellen Realität betrachten. Und „in ein bis zwei Jahren sicher Standard“, so Wolfgang.


Christoph Breit von der ELKB entwickelte in seiner Session einen Überblick über digitale Anforderungen für Kirchengemeinden. Dabei stellte er gewissen „must have“-Faktoren wie einer Webseite und Kontaktinfos in verschiedenen Abstufungen auch „nice to have“-Faktoren zur Seite, die in Zukunft denkbar und wünschenswert wären. Den bereits dazu verfassten Blogartikel lest ihr hier.

Ingo DachwitzVertraut den neuen Wegen!“, forderte Ingo Dachwitz schließlich: „Social Media für Kirchen und Gemeinden“ ist längst noch nicht Standard. Wenn man sich allerdings anschaut, wie viele junge Leute Smartphones und digitale Medien nutzen, muss man zum Schluss kommen, dass der Kommunikationswandel bereits stattgefunden hat. Argumente wie „Lohnt sich für mich / uns nicht mehr“ können da einfach nicht gelten.

Spaß machte mir die Session über Slow TV von Ulli Naefken: Ein in Norwegen entstandenes Fernsehformat, das in Echtzeit Schiffe oder Züge auf ihren Routen oder Lachse den Fluss hinauf begeleitet. Beim nächsten Mal wurde das norwegische Kirchengesangbuch komplett durchgesungen – und das wiederum live gesendet. Wie sich das für kirchliche Themen umgesetzen lässt, überlegten wir – und es gibt durchaus Ansatzpunkte.

Wo waren eigentlich die Frauen, fragte ich mich beim Verfassen dieses Artikels. Doch, die waren auch da. Ich aber nicht in ihren Sessions. Aber z.B. präsnetierte Ines Langhorst vom Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg ihre #Sonntagsmomente, Ines Hansla von Kirche Hamburg stellte die #Instakirche vor. Ihr könnt unter dem Hashtag #bckirche ganz viel nachlesen und hier sogar einige Sessions ansehen.

Nächstes Jahr wieder? Dann voraussichtlich in Dortmund! Ich bin gespannt, wie sich #digitaleKirche bis dahin weiter entwickelt!

 

 

Happy 2016!

Winter | schokofisch.de

Ein neues Jahr, noch ganz frisch! Ich hoffe, ihr seid ihr gut reingekommen? Ein kleiner Ein- und Ausblick, was bei schokofisch anliegt.

Zu Beginn des neuen Jahres bekam die schokofisch-Seite gleich einmal wieder ein neues Kleid. Das Theme, das ich dabei benutzt habe, heißt Weta und stammt von Elmastudio – ich liebe die Themes dieser Agentur sehr (und habe sie ja auch schon öfter empfohlen). An Weta gefällt mir besonders die Möglichkeit, aktuelle Blogposts im Seitenwidget unterbringen zu können. Ich experimentiere noch etwas mit den Startseiteneinstellungen, zu denen es auch sehr nette Features gibt.

Einen sehr netten Anstoß, seinen Blog einmal wieder mit anderen Augen zu betrachten, gab Gitte Härter heute in ihrem Newsletter (der ist übrigens auch sehr empfehlenswert!). „BloggerInnen, zieht Bilanz!“, fordert sie in einem Artikel und gibt sehr gute Anstöße, sich wieder einmal mit seinem eigenen Geschreibsel zu beschäftigen. Mag ich das, was ich schreibe, eigentlich noch, und macht es mir (noch) Spaß? Ein sehr guter Text! Ich habe zwar darauf hin das Layout geändert, mir aber auch vorgenommen, mir einen Tag Zeit für Konzeptionelles und Inhalte zu nehmen. Weiterlesen

CarpeDiemCamp – „Entspanne dich!“

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Zum zweiten Mal besuchte ich letztes Wochenende das Hamburger CarpeDiemCamp, das dieses Jahr als zweitätiges BarCamp stattfand. Das Motto „carpe diem“, also „nutze den Tag“, sagt sich leicht – welche Themen und Sessions das BarCamp bereit hielt und welche Tipps auch Sie nutzen können, lesen Sie hier.

Schon letztes Jahr mochte ich den Themenmix des CarpeDiemCamps sehr. Daher war mir früh klar: Mein Besuch des diesjährigen #cdc14 stand fest.

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In den zurzeit leerstehenden ehemaligen Büroräumen des Raumsponsors intosite GmbH im lichtdurchfluteten 5. Stock im Poßmoorweg erwarteten mich einige bekannte Gesichter. @Silke_S, @JennySHH und Christian traten wie im Jahr zuvor als Organisatoren auf und hatten das BarCamp wunderbarst geplant.

Beim ersten Kaffee und einem Imbiss knüpften die Besucher erste Kontakte; und die (üblichen) „Ach, du bist das!“-Ausrufe von Teilnehmern, die sich bisher nur aus „diesem Internet“ kannten, waren zu hören.

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Nach der Vorstellungsrunde standen die Sessions des ersten Tages fest. Ich entschied mich für das Glück: Was ist es, und wie finde ich es? „Happiness“ statt“luck“ war die erste Definition: Wo finde ich Zufriedenheit, aber auch: Welche Erwartungen habe ich, die evtl. in Enttäuschungen enden? Meine getwitterte Essenz:

In der nächsten Session erzählte @FrankS von seinen Erfahrungen, als Introvertierter plötzlich vor größerem Publikum stehen zu müssen. Und das nur, weil er im Laufe des Arbeitslebens inzwischen viel weitergeben konnte. Spannend:

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Nach viel Austausch mit anderen, einer Mittagsstärkung und guten Gesprächen beschloss die Session von @Silke_S meinen Tag. Sie stellte Joe Vitale und Ho’oponopono vor:

Ein wunderbarer Vortrag mit ganz viel Ermutigung zum eigenen, selbstbestimmten Handeln!

Der zweite Tag brachte ebenso abwechslungsreiche wie spannende Themen mit sich. Beim Thema Zeitmanagement tauschten wir uns mit @Silke_S und @JennySHH aus, welche täglichen Abläufe optimierbar sind (zur Nachahmung empfohlen!):

  • Bewusst machen, was nervt
  • Störer ausschalten (E-Mail-Töne, Push-up-Mitteilungen)
  • Notizen machen! So sind die Themen aus dem Kopf – und auf dem Papier
  • Kleine Dinge *sofort*erledigen
  • Einen „Parkplatz“ einrichten für Dinge, die ich erledigen möchte. Und:

Die nächste Session mit @FrankS und @look_now inspirierte mich, über das Thema Kanban als Instrument zur Abreist- bzw. Projektplanung nachzudenken.

Und mit @diehauteculture erreichte der Tag seinen Höhepunkt: Sketchen stand auf dem Programm! Wie das geht, verdeutlich meine Sketchnote (total offensichtlich und durchschaubar, oder?):

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Für mich als visueller Mensch ein wunderbares Instrument, während eines Vortrags „Notizen“ visuell darzustellen. Wäre das auch etwas für Sie?

Zu guter Letzt diskutierte ich während meiner gemeinsam mit @inge_schenkt gehaltenen Session über Arbeitsorganisation. Zu einer brauchbaren Lösung, wie ich meine Liebe zum Notizen machen auf Papier mit dem digitalen Büro vereinbare, kamen wir nicht (und vermutlich gibt es sie nicht!). Trotzdem gab es wunderbare Anregungen.

CC-BY: Malte Klauck von Hamburg Fotografiert

CC-BY: Malte Klauck von Hamburg Fotografiert

Danke noch einmal an alle Beteiligten, an das Orgateam sowie den Sponsoren für zwei tolle Tage!

Und wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich überlegen, mal an einem Barcamp teilzunehmen: Das CarpeDiemCamp ist wirklich ein toller Einstieg mit wirklich guten Themen! Ich freue mich jedenfalls auf das nächste Jahr! 

Übrigens: Unter dem Hashtag #cdc14 können Sie die Tweets zum CarpeDiemCamp noch einmal nachlesen!

 

Das Facebook Camp 2014 in Hamburg

schokofisch | Social Media, Wort & Web

Nervennahrung von Adecco

Das fbcamp, ein Barcamp mit dem Schwerpunkt Facebook, fand am 14. und 15. März 2014 in Hamburg in der City Nord statt. Die Teilnehmer reisten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an, um gemeinsam über Werbung und Anzeigen, Reichweitenoptimierung oder Handhabung des neuen Facebook-Layoutes zu diskutieren.

Das „Basecamp“ lag dabei im Attraktor: Hier war der Loungebereich, wo wir essen und Netzwerken konnten. Die einzelnen Sessions galt es dann in den nahen Räumen der Heinze – Technische Fachschule zu besuchen.  Weiterlesen

[Glossar] Was ist ein BarCamp?

In Social Media-Kreisen zwar schon bestens bekannt, sind BarCamps für die meisten anderen Menschen eher ein Begriff, bei dem sie den Kopf schütteln. Was es mit diesen auch „Un-Konferenz“ genannten Zusammenkünften auf sich hat, erkläre ich in diesem heutigen Social Media Glossar-Artikel.

Konferenzen kennen Sie: Oft in großen Sälen, diskutieren Experten und Fachleute auf Podien über vielleicht sogar ganz interessante Themen. Mit Glück entwickeln sich unter den Teilnehmenden weiterführende Gespräche oder Sie nehmen Anregungen aus den Vorträgen mit nach Hause.

CarpeDiemCamp 2013Mitmachen ist gefragt!

BarCamps wollen genau hier etwas entgegen setzen: nämlich die aktive Teilnahme. Es gibt weder eine Tagesordnung noch eingeladene Experten. Allerdings ein Oberthema: zum Beispiel „Facebook“ oder (wie gerade in Dortmund:) „Foursquare“. Alle Interessenten melden sich an – und damit verbunden ist die Bereitschaft, sich einzubringen. Ob in einer Arbeitsgruppe, bei der Einlasskontrolle oder dem Küchendienst – jeder macht mit.  Weiterlesen

Rückblick: CarpeDiemCamp 2013 in Hamburg

CarpeDiemCamp 2013 Thematisch geht es beim CarpeDiemCamp um Produktivität, Life-Work-Balance, Zeitmanagement, Motivation, Konzentration und Führung. Alles Stichworte, die wir im Arbeitsalltag benutzen oder bedenken, jeder hat Erfahrungen dazu. Und genau das ist auch die Grundlage beim Barcamp: es gibt keine vorab festgelegte Tagesordnung, alle können spontan Themen einbringen, die dann in Form von Sessions angeboten werden.

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Tag 3: Schnipsel, Links & Co.

Info zum Thema „Warum sollte man Social Media einsetzen“ liefert Maler Deck hier

Wie findet man Blogs? Suchsysteme: z.B. www.twingly.com; auch Google hat eine Blogsuche! Sehr gut, um auch mal zu sehen, was die anderen so machen. mashable.com: Social Web platform von Pete Cashmore: „Mashable is a leading source for news, information & resources for the Connected Generation.“

Ähnlich wichtige MenschenSascha LoboKlaus Eck, Larry Page (Google!)

Interessant auch Steadynews.de

Barcamp: „Un-Konferenz“, deren Ablauf variabel ist. Aber alles Leute aus der Kommunikationsbranche.

t3n: gute Übersicht über Barcamps!