WordPress: Theme-Änderung heißt, die Perspektive zu wechseln

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Huch, sieht es hier auf der schokofisch-Webseite nicht schon wieder anders aus? Ja, das tut es. Ich gebe zu: Ich habe mal wieder am Layout herumgeschraubt. Warum? Naja…

1. Ich probiere gerne Neues aus

Kunden bei WordPress-Projekten zu beraten heißt auch, einen Überblick über verschiedene Layouts zu haben. Nun exitieren inzwischen wahrscheinlich tausende Themes für WordPress, die auch ein Profi gar nicht alle kennen kann. Zumal sehr viele davon kostenpflichtig sind, sprich: bezahlt werden müssen. Welche Anbieter von Bezahl-Themes ich bevorzuge, habe ich hier einmal aufgeschrieben.

Doch auch kostenlose Layouts gibt es viele – und durchaus gute! Denn kostenlos heißt nicht immer billig.

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Man muss allerdings ingesamt bei Themes unterscheiden zwischen

a) Basisthemes: solide Themes, die die wichtigsten Funktionen bieten. WordPress selber stellt jedes Jahr ein neues ins Netz, das so heißt wie das aktuelle Jahr. 2011, 2012, 2013, 2014, 2015. Diese Themes unterscheiden sich voneinander in Funktionen und Layout, sind aber alle gut nutzbar. Wenn man keine größeren Wünsche hat.

b) Themes mit thematischem Layout: Wer gerne ein Theme in Kaffeeoptik oder mit verspielten rosa Blumen nutzen möchte, kommt ebenfalls mit kostenlosen Themes sehr weit. Meist gibt es dabei keine Optionen, um z.B. die Farbe oder die gesamtgrafische Gestaltung abzuändern – aber für diesen gewählten Zweck kann man das Layout gut nutzen. Auch Bezahl-Themes in Basisversionen bieten solche Rahmen an, um seine Webseite zu präsentieren.

c) Themes mit vielen Funktionen: Hier wird es spannend. Wer (wie ich) nicht selbst programmiert, sondern auf vorgefertigte Themes zurückgreift, der probiert herum. Was kann das Theme, kann ich damit meine oder die Kundenvorstellungen umsetzen?

Will ich beispielsweise im Footerbereich verschiedene Spalten nutzen und Inhalte zuweisen, muss diese Option vorhanden sein. Ansonsten platziert das Theme Wigets einfach nach Gutdünken im Footer. Oder: Kann ich selber bestimmen, an welche Stelle im Header das Menü auftaucht, oder ist dies vorgegeben?

Ich gebe zu: Das sind sehr konkrete Fragen, die sich leichter lösen lassen, wenn ein Programmierer mit am Tisch sitzt und individuell auf Wünsche eingehen kann. Doch das ist auch eine Kostenfrage.

Daher gilt für mich: Testen und ausprobieren!

Und hier kommen wir wieder zum Thema aus der Überschrift: Ich bin neugierig auf neue Themes und teste gerne Funktionsweisen und -möglichkeiten aus. Vergleichbar vielleicht mit einer Testfahrt mit einem neuen Auto: Wie schnell ist es, welche Geräusche macht es, wie ist der Fahrtkomfort?

Bei einer „Theme-Testfahrt“ achte ich gespannt genau auf solche Details. Und erlebe immer wieder Überraschungen – in positiver, aber auch in negativer Richtung. Manchmal scheitert der Praxiseinsatz eines Themes, das mich eigentlich überzeugt, dann an winzigen Kleinigkeiten.

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2. Ich verändere die Perspektive

Wie lange sieht Ihr Blog schon gleich aus? Seit ein paar Monaten, seit einigen Jahren? Schon immer?

Ändern Sie einmal das Theme! Sie werden sich wundern, wie anders der gesamte Webauftritt wirkt!

Wenn Sie eine Textverarbeitung nutzen, können Sie die Schriftart ändern. Zwischen einer klassischen Arial und Times New Roman stellen Sie dann natürlich kleine optische Unterschiede fest. Den Inhalt oder Ihre Wahrnehmung des Inhalts ändert sich allerdings nicht ausschlaggebend.

Stellen Sie aber um auf eine sehr romantische, verspielte Schrift oder eine technisch anmutende Darstellung, merken Sie: Das liest sich auf einmal ganz anders!

Ähnlich ging es mir übrigens einmal mit einem Text, den ich ins Englische übersetzt las. Die Botschaft veränderte sich  – obwohl der Inhalt eigentlich der selbe war!

Warum ist das so? Ähnlich wie beim Zähneputzen mit der anderen Hand merken wir bei einem Perspektivwechsel, dass sich Gewohnheiten (hier: Lesegewohnheiten) eingeschlichen haben. Egal also, ob Sie Ihr eigenes Wohnhaus einmal vom Nachbarn aus betrachten, rückwärts zur Arbeit gehen oder Ihr Navi auf eine andere Stimme umstellen: Sie werden den Unterschied spüren.

Auch Ihre Webseite verändert sich, wenn Sie das Layout umstellen!

Wirkt der Text plötzlich weniger seriös (oder: viel seriöser als geplant)? Spielt die durch die Darstellung veränderte Textlänge eine Rolle (Text wirkt länger / kürzer)? Sicher entdecken Sie auch noch weitere Punkte!

Mein Plädoyer: Seien Sie kreativ, was Ihren Webauftritt angeht. Das muss natürlich nicht immer gleich radikal sein, und auch nicht unbedingt live: Wenn Sie eine zweite, ungenutzte Domain haben, sollten Sie den Inhalt Ihrer Seite herüber kopieren und dort damit spielen und experimentieren.

Achten Sie dabei aber auf Folgendes:

a) Vergessen Sie nie, ein Backup anzulegen, BEVOR Sie Änderungen vornehmen!

b) Fragen Sie im Zweifelsfall einen Profi, wenn oder bevor Sie anfangen und unsicher sind. Das ist weder peinlich noch unnötig: Sie sparen sich ggf. viel Ärger, falls doch etwas schief geht.

c) Vergessen Sie Ihre Seite nicht: spielen ist gut, solange die Inhalte nicht leiden. Wenn Sie nur noch Ihren „Spielaccount“ im Auge haben und Ihre eigentliche Seite verwahrlost, läuft etwas schief.

d) Setzen Sie Ihre Änderungen auch um: Ausprobieren ist gut, wenn Sie dann irgendwann den entscheidenden Schritt tun und auf „veröffentlichen“ drücken. Das gilt für Layouts genauso wie für Artikel, die Sie nur für die Schublade (oder die Festplatte) schreiben. Heißt: Konzept ja, aber um etwas wirklich umzusetzen!

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Haben Sie Lust bekommen auf etwas Neues? Spielen Sie.

Fragen Sie sich: Wenn meine Webseite heute abstürzt, was kann ich ohne Probleme wieder herstellen? Was ist mir wirklich wichtig? Woran hänge ich?

Anhand von Statistiken und Zugriffszahlen können Sie sich einen Eindruck verschaffen, welche Seiten, Widgets oder Bereiche Ihre Leser wirklich nutzen. Können Sie hier etwas rausschmeißen, etwas optimieren? Auch vorhandene (interne und externe) Links oder das Impressum sollten Sie ab und zu überprüfen. Stimmen die Angaben noch, führt kein Verweis ins Leere?

Können Sie sich mit der Farbgebung Ihrer Seite noch identifizieren? Sind Logo und Claims stimmig und passen (noch) zu Ihnen? Ist Ihr Foto noch aktuell? Und schließlich: Welche Lese- und Wahrnehmungserlebnisse wollen Sie für Ihre Kunden und Leser auf Ihrem Webauftritt erschaffen?

Es lohnt, sich zwischen der alltäglichen Geschäftigkeit diese Fragen zu stellen. Und nein, Sie müssen nicht alle auf einmal klären. Aber fangen Sie an, spielerisch. Und seien Sie sich bewusst, was verändert werden soll.

Um einen frischen Blick von außen zu erlangen und neue Kunden begeistern zu können!

Und nun wissen Sie auch, warum ich meinen schokofisch-Webauftritt verändert habe 🙂

 P.S. Die hier benutzten Fotos habe ich auf einem Instawalk gemacht, nachlesen können Sie dies hier.

 

Vielen Dank fürs Weiterempfehlen:

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