Kategorie: Hochsensibilität

Mein neues HSP-Blog: schokogiraffe!

schokogiraffe.de

Liebe alle,

hier auf schokofisch schrieb ich ja in letzter Zeit öfter über das Thema Hochsensibilität. Damit das hier nicht Überhand nimmt, habe ich ein ganz neues Blog zu diesem Thema eingerichtet: schokogiraffe!

Ihr merkt es am Namen, die schokogiraffe ist quasi die kleine Schwester vom schokofisch. Seid willkommen, euch drüben umzusehen – und hier geht es dann weiterhin um kreative Dinge und Social Media!

Herzliche Grüße,
Inga

 

HSP und Scanner – (wie) funktioniert das?!

Buntes zum Auswählen

Vor zwei Wochen hatte ich ein kleines Buch fertig lektoriert, und diese Woche einen privaten Sketchnote-Auftrag vollendet. Und dann war da noch das Treffen wegen der Webseite einer Bekannten. Alles schokofisch-Arbeit, genau – allerdings neben meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit als Social Media Managerin. Warum? Weil mein Scanner-Ich nach Futter schreit.

Dass ich selber hochsensibel bin, also eine HSP = hochsensible Person bin, weiß ich schon seit einigen Jahren. Mich strengen Lärm und Gerüche schnell an, zu viele Menschen überfordern mich. Dazu gehören auch zu viele Emotionen, zu viele Gesprächsinhalte, zu viele Details, die ich wahrnehme. Mein Gehirn steht diesen Eindrücken quasi filterlos gegenüber und braucht länger als manch andere, um alles in Ruhe zu verarbeiten.

Eigentlich stört mich das nicht, wenn ich meinen eigenen Rhythmus leben kann. Denn ich habe ja meistens die Möglichkeit, z.B. das Radio auszustellen oder große Menschenansammlungen zu meiden.

Manchmal klappt das allerdings nicht. Im Zusammenleben mit anderen mache ich (natürlich) Kompromisse. Und einigen Eindrücken bin ich einfach ausgesetzt, wie Straßenlärm oder Gesprächen von Menschen in meiner Umgebung. Da helfen dann nur Flucht (nicht immer möglich) oder Kopfhörer aufsetzen und eigenen Musik zum Ablenken (was manchmal ziemlich unhöflich wirkt – das mache ich natürlich nicht im Freundeskreis). Ein leichter Hauch von Sozialphobie weht also immer mit… Weiterlesen

Gemischte Gefühle bei der re:publica

republica 2016 - schokofisch.de

Jedes Jahr im Mai findet sie statt, die re:publica in Berlin. DIE Digitalkonferenz. Zuletzt besuchte ich sie 2014, daher fand ich es passend, dieses Jahr wieder einmal vorbeizuschauen.

Zumal sich vieles verändert hat seitdem: Im Februar fing ich einen neuen Job an, und neue An- und Herausforderungen prägen seitdem meinen Arbeitsalltag.

Inzwischen sind einige Wochen vergangen, und seit meiner Rückkehr aus Berlin denke ich darüber nach: Was habe ich mitgenommen, hat sich der Besuch der re:publica gelohnt?
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Ich muss mich (nicht) entscheiden?!

Entscheiden | schokofisch.de

Angeregt durch einen Blogartikel von Bernd Slaghuis mit dem Titel „Berufliche Neuorientierung? Vergessen Sie’s!“ und den Prozess, den ich selber gerade durchlaufe, steht die Frage nach dem „Was will ich denn eigentlich“ hier im Mittelpunkt dieses Artikels.

Wer sich beruflich neu orientiert, sei es aufgrund eines Veränderungswunsches oder aus der „Not“ der Arbeitslosigkeit, kommt schnell zu der Frage: „Was will ich denn eigentlich in Zukunft machen?“. Weiter wie bisher oder etwas ganz anderes?

Und bei der ersten Überblickslektüre gerät man schnell an Fragen:

  • Was ist denn mein Traumjob?
  • Was kann ich richtig gut?
  • Woaruf will ich mich spezialisieren?

Alle Fragen zielen auf Traumerfüllung ab – wenn der bisherige Job vielleicht nicht so der Knaller war, jetzt endlich mal das machen, was ich schon immer wollte. Oder auf Zuspitzung: Konzentriere dich auf das, was du ganz besonders gut kannst: Kunden beraten, die Elefanten als Haustiere haben und für diese eine Spezialnahrung suchen. Das wäre in der Tat eine Nische. (Ein Stichwort hierzu ist die „engpasskonzentrierte Stategie„) Weiterlesen

Hochsensibles Netzwerken

DMW | schokofisch.de

Gestern Abend ging ich aus: Die Digital Media Women (DMW) feiern nämlich zurzeit ihren fünften Geburtstag und luden in Hamburg zum Feiern ein! Da ich das Netzwerk sehr schätze und seit einigen Jahren (Förder-)Mitglied bin, hatte ich mich für diesen Abend angemeldet. Als hochsensible Person fällt mir das eigentliche Losfahren zu so einem Event dann allerdings nicht immer leicht…

Ein tolles Netzwerk

Die Digital Media Women: ein vor 5 Jahren in Hamburg gegründetes Netzwerk für Frauen (und auch Männer) in digitalen Berufen. Auf die DMW aufmerksam wurde ich über eine Veranstaltung mit Svenja Hofert vor ein paar Jahren. Hier kannte ich zwar niemanden, aber der Vortrag damals war grandios. Seitdem bin ich Mitglied (was kostenlos ist), und inzwischen auch Fördermitglied (= ich bezahle etwas, um die Vereinsarbeit zu unterstützen).

Die DMW haben seit ihrer Gründung fünf Quartiere gegründet, in denen regionale Veranstaltungen stattfinden. Außerdem besteht eine Facebookgruppe mit inzwischen über 3.600 Mitgliedern. Ein starker Verband! Hier finden inhaltliche und organisatorische Diskussionen statt, eine Vernetzung, die ich wirklich sehr schätze. Weiterlesen

Fix und fertig?!

Fix und fertig?! |schokofisch.de

Kennst du das auch? Du hörst ein Lied, liest einen Text, siehst ein Bild – und es ist passiert: du verlierst völlig die Fassung. Vor Freunde, vor Glück – oder auch vor Rührung oder Traurigkeit.

Mir ging es vor ein paar Tagen mit dem Lied „Fix you“ von Coldplay so. Das kannte ich schon länger, und ich besitze sogar die CD, auf dem es ist. Aber durch die Prinzenhochzeit in Schweden (ja, ja… 🙂 ) tauchte es wieder in meinem Bewusstsein auf, und ich hörte es noch einmal bewusst.

Die erste Strophe lautet:

„When you try your best but you don’t succeed / When you get what you want but not what you need / When you feel so tired but you can’t sleep / Stuck in reverse

And the tears come streaming down your face / When you lose something you can’t replace / When you love someone but it goes to waste / Could it be worse?“

Meine freie Übersetzung:

Du versuchst dein Bestes, hast aber keinen Erfolg. Du bekommst zwar, was du möchtest, aber nicht das, was du brauchst. Du bist totmüde, kannst aber nicht schlafen: Wie in einer Endlosschleife gefangen.

Aus irgendeinem tiefen inneren Gefühl her wallen meine Emotionen hier ziemlich schnell hoch. Wie verzweifelt sich das anhört. Und wie bekannt mir diese Emotion vorkommt – aus gar keinem konkreten Anlass, sondern nur als Gefühl. Wie wunderbar dieses Bild passt: sich wie in einer blöden Schleife gefangen zu fühlen, aus der man gerade nicht hinaus findet.

Die Tränen laufen über dein Gesicht – du verlierst etwas, das du nicht ersetzen kannst. Du liebst jemanden, aber es geht in die Brüche. Könnte es schlimmer sein?

Fix und fertig?! |schokofisch.deZiemliche Verzweiflung, oder? Wahrscheinlich haben wir alle schon mal die Situation erlebt, in der eine Liebe oder eine Beziehung in die Brüche ging. Oder wir etwas, das uns sehr wertvoll war, verloren haben.

Warum sprang mich aber gerade die erste Zeile so an? Vielleicht, weil sich dieses Gefühl auch im Job breit machen kann. Du machst und tust, aber hast keinen Erfolg. Der Auftrag wird nichts, der Kunde lehnt ab. Dein Chef reagiert anders als gedacht. Etwas geht total daneben.

Du bräuchtest Lob, Anerkennung, Anregung, Unterstützung – aber bekommst nur – tja, was? Weiterhin dein Gehalt (was schon nicht schlecht ist. Aber in der Situation bräuchtest du mehr). Schräge Blicke. Druck von oben. Dein Job macht dir plötzlich keine Freude mehr. Bringt keine Erfüllung mehr, und du spürst Leere.

„Und täglich grüßt das Murmeltier“

Fix und fertig?! |schokofisch.deSich völlig zerschlagen zu fühlen, dann ins Bett zu krabbeln – aber trotzdem hört das Kopfkino nicht auf. Ja, ja, wie viele schlaue Tipps es da gibt! Von der heißen Milch mit Honig bis hin zum spannenden Krimi, vom Nachtspaziergang bis zum Fernsehen gucken. Die Verzweiflung lässt aber auch davon oft nicht nach. Und am nächsten Morgen ist es wie im Film: Wieder springt der Radiowecker an. Zeitschleife?! Oft kommt es einem ja so vor.

„And I will try to fix you. (…) But if you never try you’ll never know / Just what you’re worth.“

So lauten einige Zeilen des weiteren Liedtextes. Auch wenn es hier im Lied wahrscheinlich eher um eine Liebesbeziehung geht, die besungen wird: Mut macht der Text auch für andere Situationen.

Da gibt es jemanden, der sagt: Wenn du es nicht versuchst, wirst du nie wissen, was du wert bist! Und plötzlich bin ich mitten im Text beim Thema Selbstwert angelangt.

Was heißt das für meinen Job?

  • Ja, du kannst springen, auch wenn es hoch aussieht.
  • Ja, du kommst da durch, auch wenn es noch nicht so wirkt.
  • Ja, du schaffst das, auch wenn das Ziel noch nicht in Sicht ist.

Fix und fertig?! |schokofisch.deGerade Freiberufler stehen oft vor solchen Problembergen, die hoch und unbezwingbar zu sein scheinen. Ackern viel, ohne das sich Erfolg einstellt – oder resignieren, weil sich nichts tut. Keiner sagt einem dann, wie oder wo es weitergeht, und vielleicht folgen dann auch finanzielle Probleme.

Sich dann mutig aus der akuten Situation heraus zu lösen, Abstand zu gewinnen und wie von oben auf die Lage zu blicken, ist wirklich nicht einfach – und kann auch ein längerer Prozess sein. Ich spreche da durchaus aus eigener Erfahrung…

Professionelle Hilfe, zum Beispiel von einem Coach, kann hier helfen. Oft sieht man plötzlich einen schmalen Weg, wo vorher nur finsteres Dickicht wucherte oder dreht sich quasi einmal um: Vielleicht wartet auf der anderen Seite des Berges ja ein bequemer und attraktiver Pfad in eine ganz andere Richtung.

„I will learn from my mistakes“

Fix und fertig?! |schokofisch.deEine neue Perspektive oder ein neuer Pfad können eine ganz neue Erfahrung sein. Wie aus selbst gemachten Fehlern lernen wir auch aus solchen neuen Erfahrungen. Oder aus Krisen. Auch wenn sie natürlich in dem Moment selber sch…. sind.

Unsere neuen Erfahrungen sind dann wie junge Pflanzen im Beet: Wir hegen und pflegen sie, schützen sie vor Austrocknung und gießen sie. Manchmal vergessen wir sie allerdings auch, weil sie ja noch jung sind. Dann hängen vielleicht ihre Köpfe oder eine Schnecke ist zu nah gekommen. Aber bei weiterhin guter Pflege wachsen und gedeihen sie. Werden größer, entwickeln neue Triebe und Blätter. Irgendwann stehen sie wie selbstverständlich im Beet und sind gar nicht mehr wegzudenken. Die neuen Erfahrungen haben sich in unserem Leben verankert.

„I will try to fix you“

Nur neue Erfahrungen helfen gegen Stillstand, Kopfkino und „stuck in reverse“! Ich wünsche dir dafür Fixierung und Verankerung: Tiefe Wurzeln im schweren Boden, die dich tragen und ernähren. Die dich bei Sturm festhalten und dir Halt geben. Und wenn’s dich umhaut, wünsche ich dir den Mut, neue Erfahrungen zu machen und kleine neue Pflanzen auszusäen.

Viel Erfolg!

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„In diese Welt passe ich nicht!?“

Hochsensibel | schokofisch.de

Als ich diesen Satz in einem Beitrag bei DR Wissen hörte, war das wieder so ein „Klick!“-Moment. „Ja genau, so war‘s bei mir auch!“

Als Kind machte ich diese „Ich bin anders“-Erfahrung – und lernte, damit zu leben und umzugehen. Allerdings verstand ich nicht, warum das so war. Ich brauchte eben mehr Raum für mich, Zeit mit mir allein. Weniger Action und Sinnenrausch.

Dass ich nicht „komisch“ war, sondern hochsensibel, realisierte ich dann allerdings erst vor etwa sechs Jahren. Ich hörte irgendwo etwas davon, recherchierte im Netz und las schließlich Bücher –– und hatte so viele Aha-Erlebnisse! Plötzlich verstand ich, warum ich so anders reagierte als viele meiner Mitmenschen!

Was ist Hochsensibilität?

Inzwischen liest man in den Medien öfter einmal von Hochsensibilität, was sich fast wie eine Modeerscheinung oder -krankheit anhört. Dabei ist dieses Fühlen mit allen Kanälen, das Wahrnehmen ohne Filter wahrlich keine Krankheit, sondern eine „andere“ Art der Wahrnehmung, die bei ca. 15 bis 20 Prozent der Menschen vorkommt. Weiterlesen