Mein Ideenbrutkasten

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Im Moment brüte ich. Nein, weder verloren gegangene Vogelküken noch bin ich schwanger.

Sondern ich brüte Ideen aus.

Wie ich schon einmal schrieb, heißt Gründen ja auch: aushalten. Und ab und zu gerate ich da in Phasen, in denen alles noch mal überdacht und bebrütet werden will.

Vor einiger Zeit entstand so mein #Ideenbrutkasten. Als Mensch mit vielen verschiedenen (und manchmal auch widersprüchlichen!) Interessensgebieten und Vorstellungen bezüglich der eigenen Arbeit hüpft mal hier, mal dort ein Gedanke in meinen Kopf: „Ich könnte doch auch dies…“ – „Gerne würde ich auch das…“.

Teilweise sind es neue Geschäfts- oder Projektideen, teilweise aber auch einfach nur Einfälle, denen ich gerne weiter nach gehen möchte. Die aber gerade nicht ins Tagesgeschäft reinpassen. Die tue ich jeweils in den Ideenbrutkasten. Hier werden sie erst einmal abgelegt, gut versorgt mit Gedankennahrung und kreativer Grundstimmung, und werden hin- und hergeschaukelt.

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Regelmäßig schaue ich nach, was aus den Gedanken und Ideen geworden ist. Sind sie schon gewachsen? Haben sich manche als Quatsch erwiesen oder vielleicht als brillanter Einfall? Wollen einige befreit und sofort umgesetzt werden? Manche bleiben länger in meinem Ideenbrutkasten als andere: Monate, Jahre. Andere befreien sich bereits nach Tagen. Aber alle baden quasi in einem Nährboden, der sie klarer werden lässt. Und in ihrem Brutkasten sind sie erst einmal gut aufgehoben.

Wie gehst du mit neuen Ideen um?

Lässt du gleich alles stehen und liegen, wenn du einen neuen Einfall hast, oder schreibst du sie auf deine Liste mit guten Gedanken? Denn jeder hat andere Strategien, um mit den eigenen Ideen umzugehen.

Eine gute Möglichkeit dafür sind folgende fünf Schritte:

  • Bewahre den Gedanken. Führe ein Ideentagebuch, eine Liste, eine Pinnwand oder male ihn auf. Egal: Hauptsache, du vergisst ihn nicht.
  • Sichere den Gedanken: Wenn du eine Idee erst einmal festgehalten hast, ist sie gespeichert. Du kannst dann weiter arbeiten und dem nachgehen, was du eigentlich gerade getan hast, ohne dich abzulenken.
  • Kümmere dich um den Gedanken: Wie Fische im Aquarium wollen unsere Gedankensammlungen ab und zu gefüttert werden. Klappe auf, Futter rein? Geht, aber dann werden die Ideen wahrscheinlich nicht gut gedeihen. Setz dich ab und zu hin mit ihnen, kraule sie, streichle sie und frage dich: Was will diese Idee mit mir? Kann ich sie weiter ausbauen, sie zu etwas machen? Oder möchte sie einfach noch ein wenig vor sich hin schwimmen?
  • Sortiere deine Gedanken: Ab und zu kommt der Tag, an dem du eine Entscheidung treffen must. Willst du eine Idee weiterhin behalten? Verlasse dich auf dein Bauchgefühl! Wahrscheinlich wirst du die Ideen, aus denen nichts mehr wird, sowieso schon aus dem Kopf verloren haben.
  • Setze deine Gedanken um: Manche Ideen sind vielleicht sehr langwierig. Du kannst sie in eine Schatzkiste legen und immer einmal wieder hervorholen und anschauen. Vielleicht springt deine Idee dich eines Tages dabei an und du setzt sie um! Andere brauchen nur den richtigen Zeitpunkt, an denen du weißt: Jetzt ist die richtige Zeit dafür.

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Mir hat die Möglichkeit der „Aufbewahrung“ von Gedanken, also mein Ideenbrutkasten, sehr gefallen und geholfen:

  • Weil ich den spielerischen Aspekt daran mag, mir vorzustellen, wie meine Ideen hier vor sich hinschwimmen.
  • Weil es einen visuellen Aspekt in meine Gedanken bringt (und also keine reine Ideenliste ist).
  • Und weil ich beruhigt bin zu wissen, dass meine Einfälle hier gut aufgehoben sind.

Hast du auch einen Pool für kreative Einfälle?

 

 

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Inga
Social Media Managerin, evangelische Theologin, Bloggerin. Ziemlich oft online. Fotografiert, zeichnet und denkt sich immer wieder etwas Neues aus.